Max Benz

Geschäftsführer und Gründer

Max Benz hat einen Master of Science-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre von der Technischen Universität Dresden und ist Geschäftsführer und Gründer von girokonto.io, einer Marke der LBC Finance UG. Er liebt es, alle Daten über Girokonten zusammenzutragen, um so die besten Girokonten zu vergleichen und zu finden.

Basiskonten für Jedermann im Test & Vergleich

Werbehinweis: Links mit * sind Partnerlinks. Eröffnest du darüber ein Konto, erhalten wir eine Provision. Die Reihenfolge legt die Redaktion fest, nicht die Provision. So arbeiten wir.

Kurz gesagt

In unserem Vergleich vorn: das TARGOBANK Basiskonto mit 5,95 € Kontoführung, girocard inklusive. Die Alternative ist das Consorsbank Basiskonto mit 4 € Kontoführung.

Bestes insgesamtTARGOBANK Basiskonto
3,1
Kontoführung
5,95 € / Monat
Jahreskosten
71,40 €
Dispo
kein Dispo
Zu TARGOBANK*
Platz 2Consorsbank Basiskonto
2,6
Kontoführung
4 € / Monat
Jahreskosten
48 €
Zu Consorsbank*
Platz 3N26 Basiskonto
1,4
Kontoführung
8,90 € / Monat
Jahreskosten
106,80 €
Zu N26*

Die besten Basiskonten im Vergleich

Reihenfolge der Redaktion · Jahreskosten = 12 × Kontoführung, bei Bedingung auch der Preis ohne sie
KontoBewertungKontoführungJahreskostengirocardDispoZur Bank
1TARGOBANK Basiskonto3,15,95 €71,40 €Jakein DispoZum Konto*
2Consorsbank Basiskonto2,64 €48 €optionalk. A.Zum Konto*
3N26 Basiskonto1,48,90 €106,80 €Neink. A.Zum Konto*
4Commerzbank Basiskonto0,66,90 €82,80 €Jakein DispoZum Konto*
5DKB Basiskonto3,00 €0 €Neinkein DispoZum Konto*

Basiskonten im Test

1. TARGOBANK Basiskonto

TARGOBANK Basiskonto
3,1
Kontoführung
5,95 € / Monat
Jahreskosten
71,40 €
girocard
Ja
Dispozins
kein Dispo
  • Kosten0,0
  • Karten5,0
  • App2,5
  • Bargeld3,6
  • Service3,6
  • Sicherheit3,9

Teilnoten aus unserer Bewertung, 5 = bester Wert.

Vorteile
  • Fixpreis von 5,95 EUR pro Monat
  • Debitkarte inklusive
  • kostenlose Bargeldabhebung an TARGOBANK Automaten und im CashPool mit girocard
  • Filialservice und Online-Banking
Nachteile
  • Eröffnung nur mit Antrag und Termin in der Filiale
  • Kreditkarte nicht verfügbar
  • eingeräumte Kontoüberziehung nicht verfügbar

2. Consorsbank Basiskonto

Consorsbank Basiskonto
2,6
Kontoführung
4 € / Monat
Jahreskosten
48 €
girocard
optional
Alter
bis 27 Jahre
  • Kosten3,5
  • Karten5,0
  • App2,5
  • Bargeld2,2
  • Service0,0
  • Sicherheit2,8

Teilnoten aus unserer Bewertung, 5 = bester Wert.

Vorteile
  • Kostenloses Girokonto bei einem Mindestgeldeingang von 700 € monatlich oder für Personen unter 31 Jahren
  • Kostenfreie Visa-Debitkarte
  • Kostenfrei Bargeldabhebungen im europäischen Wirtschaftsraum ab 50 €
  • Girocard auf Wunsch kostenlos für den Kontoinhaber
Nachteile
  • Kontoführungsgebühren, wenn bestimmte Kriterien nicht erfüllt werden
  • Für Bargeldabhebungen unter 50 € sowie in einer anderen Währung fallen Gebühren an
  • Beim bezahlen über Brief, Fax oder Telefon werden Gebühren berechnet

3. N26 Basiskonto

N26 Basiskonto
1,4
Kontoführung
8,90 € / Monat
Jahreskosten
106,80 €
girocard
Nein
  • Kosten0,0
  • Karten5,0
  • App2,5
  • Bargeld0,0
  • Service0,0
  • Sicherheit2,8

Teilnoten aus unserer Bewertung, 5 = bester Wert.

Vorteile
  • ZKG-Basiskonto bei N26 verfügbar
  • gesetzlicher Zugang zu einem Zahlungskonto
  • bargeldlose Zahlungen und Überweisungen möglich
  • auch ohne Standardkonto separat beantragbar
Nachteile
  • 8,90 EUR monatliche Kontoführungsgebühr
  • 2 EUR pro Bargeldabhebung in Euro
  • 2 EUR plus 1,7 % pro Bargeldabhebung in Fremdwährung

4. Commerzbank Basiskonto

Commerzbank Basiskonto
0,6
Kontoführung
6,90 € / Monat
Jahreskosten
82,80 €
girocard
Ja
Dispozins
kein Dispo
  • Kosten0,0
  • Karten5,0
  • App1,3
  • Bargeld0,0
  • Service0,0
  • Sicherheit0,0

Teilnoten aus unserer Bewertung, 5 = bester Wert.

Vorteile
  • Kostenloses Girokonto
  • Bis zu zwei Girokarten kostenfrei
  • Ohne Gebühren Bargeldabhebungen an rund 4.500 Cash Group Automaten möglich
  • sämtliche Online-Transaktionen kostenfrei
Nachteile
  • Monatliche Kontoführungsgebühren betragen 6,90 Euro
  • Keine kostenlos enthaltene Prepaid- oder Debitkarte
  • Gebühren für Bargeldabhebungen im Ausland betragen 1%, mindestens jedoch 5,98 Euro

5. DKB Basiskonto

DKB Basiskonto
3,0
Kontoführung
0 € / Monat
Jahreskosten
0 €
girocard
Nein
Dispozins
kein Dispo
  • Kosten3,5
  • Karten5,0
  • App2,5
  • Bargeld3,6
  • Service3,6
  • Sicherheit5,0

Teilnoten aus unserer Bewertung, 5 = bester Wert.

Vorteile
  • DKB-Basiskonto mit Visa-Debitkarte
  • kostenlose Bargeldabhebung an DKB-Automaten
  • Onlinebanking und App
Nachteile
  • Keine klassische Premium-Leistung
  • Bargeldlogik eingeschränkter als beim Standardmodell

Weitere geprüfte Konten

norisbank Basiskonto2,55,90 € / MonatZur Bank*
PSD Basiskonto1,95,80 € / MonatZur Bank*
ING Basiskonto2,30 € / MonatZur Bank

Was ist ein Basiskonto?

Ein Basiskonto ist ein grundlegendes Bankkonto, das jedem das Recht gibt, grundlegende Bankdienstleistungen wie das Einrichten von Überweisungen oder das Empfangen von Gehältern zu nutzen. Es unterscheidet sich von anderen Kontotypen dadurch, dass es speziell darauf ausgerichtet ist, Menschen ohne regulären Bankzugang finanzielle Inklusion zu ermöglichen. Somit ist ein Basiskonto besonders wichtig für diejenigen, die bisher vom Banksystem ausgeschlossen waren, zum Beispiel Personen ohne festen Wohnsitz oder mit geringem Einkommen.

In diesem Ratgeber erfährst du, was ein Basiskonto ist und warum es besonders für Personen ohne regulären Bankzugang wichtig ist. Wir zeigen dir, wer ein Recht auf ein Guthabenkonto hat und für wen sich ein Jedermann-Konto eignet. Außerdem gehen wir darauf ein, welche Funktionen ein Konto für Jedermann bietet und welche Kosten anfallen können. Nach dem Vergleich von 5 Basiskonten stellen wir fest, dass das TARGOBANK Basiskonto, DKB Basiskonto und Consorsbank Basiskonto die besten Optionen sind. Diese Einblicke sollen dir helfen, das passende Basiskonto für deine Bedürfnisse zu finden und dich über deine Rechte und Möglichkeiten zu informieren.

Das Wichtigste in Kürze

  • Jede Person mit rechtmäßigem Aufenthalt in der EU hat einen gesetzlichen Anspruch auf ein Basiskonto (§ 31 Zahlungskontengesetz, ZKG). Banken dürfen die Eröffnung nur in wenigen, klar geregelten Fällen ablehnen.
  • Ein Basiskonto ist nicht automatisch kostenlos. Die Gebühren müssen nur „angemessen" sein (§ 41 ZKG) und liegen aktuell zwischen 0 € und knapp 7 € im Monat, je nach Bank.
  • In unserem Vergleich von 5 Basiskonten schneiden TARGOBANK, DKB und Consorsbank Basiskonto am besten ab.
  • Lehnt eine Bank die Eröffnung zu Unrecht ab, kannst du dich kostenfrei an die BaFin wenden. Sie kann die Bank zur Kontoeröffnung verpflichten.

Wer hat das Recht auf ein Basiskonto?

Wenn du dich rechtmäßig in der Europäischen Union aufhältst, hast du das Recht auf ein Basiskonto. Das gilt auch, wenn du keinen festen Wohnsitz hast, Asyl suchst oder keinen Aufenthaltstitel besitzt. Um ein Basiskonto zu eröffnen, benötigst du lediglich eine postalische Anschrift, die du über Familie oder Freunde nachweisen kannst. Rechtliche Grundlage ist der sogenannte Kontrahierungszwang aus dem Zahlungskontengesetz (§ 30 ff. ZKG): Banken müssen den Vertrag mit dir abschließen, sie können ihn dir nicht einfach verweigern.

Falls du allerdings nicht als Verbraucher angesehen wirst – dazu zählen verschuldete Privatpersonen und Freelancer – oder schon ein Girokonto bei einer anderen Bank in Deutschland hast, kannst du kein Basiskonto beantragen.

Für wen eignet sich ein „Girokonto für jedermann“?

Das „Girokonto für jedermann“ ist ideal für dich, wenn du finanziell in der Klemme steckst oder eine schlechte Bonität hast und deshalb kein normales Girokonto bekommen kannst. Auch wenn du einen Asylstatus hast oder keinen festen Wohnsitz in Deutschland vorweisen kannst, bietet dir dieses Konto eine Lösung. Ein Meldezettel ist für die Eröffnung nicht erforderlich, solange dein Aufenthalt in der EU gesetzlich geregelt ist.

Welche Funktionen bietet ein „Girokonto für jedermann“?

Ein „Girokonto für jedermann“ ermöglicht es dir, ohne Bargeld zu bezahlen und Geldgeschäfte digital zu erledigen. Du kannst Überweisungen senden, mit einer Debitkarte zahlen, Bargeld ein- und auszahlen. Außerdem hast du Zugang zu Online-Banking für deine Finanztransaktionen und zum Empfangen von Zahlungen. Es gibt jedoch Einschränkungen: Ein Dispo-Kredit oder die Nutzung einer Kreditkarte sind nicht möglich.

Welche Kosten fallen für ein Basiskonto an?

Eine Bank darf für das Basiskonto nur „angemessene" Gebühren verlangen, die sich an marktüblichen Konditionen orientieren (§ 41 ZKG). Ein einheitlicher Festpreis ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, deshalb unterscheiden sich die Kontoführungsgebühren von Bank zu Bank spürbar. Die folgende Übersicht zeigt die aktuellen Konditionen der Anbieter aus unserem Vergleich.

Startseite der TARGOBANK mit Tagesgeld-Angebot und Hauptnavigation.
Die TARGOBANK, unser Testsieger im Basiskonto-Vergleich, auf ihrer offiziellen Startseite. (Quelle: TARGOBANK)
Startseite der DKB mit Hinweis auf das kostenlose Girokonto ab 700 Euro Geldeingang.
Die DKB nennt die Bedingung für das kostenlose Girokonto bereits auf der Startseite. (Quelle: DKB)
Startseite der Consorsbank mit Navigation zu Girokonto, Sparen und Wertpapierhandel.
Die Consorsbank bündelt Girokonto, Wertpapierdepot und Tagesgeld auf ihrer Startseite. (Quelle: Consorsbank)
Startseite der norisbank mit Angebot für Giro- und Zinskonto.
norisbank wirbt auf der Startseite mit ihrem Kombiangebot aus Giro- und Zinskonto. (Quelle: norisbank)

Für Basiskonten fallen folgende Gebühren für Kontoführung und Karten an:

GirokontoKontoführungsgebührenGirocardDebitkarteKreditkarte
TARGOBANK Basiskonto 5,95 EUR 0 € 0 EUR -
DKB Basiskonto 0 € - 0,00 € -
Consorsbank Basiskonto 4,00 EUR 0 EUR 0,00 € -
norisbank Basiskonto 5,90 € 0 € 1,00 € (12,00 € pro Jahr) -
ING Basiskonto 0 € 0,00 € 0 € -

Wie unterscheiden sich Girokonten und Basiskonten?

Ein Basiskonto ist ein Girokonto mit einigen Einschränkungen. Während beide dir den bargeldlosen Zahlungsverkehr ermöglichen, kannst du beim Basiskonto keinen Dispo-Kredit in Anspruch nehmen oder eine Kreditkarte nutzen. Das Basiskonto funktioniert nur auf Guthabenbasis, beschränkt sich auf Debit- und Girokarten und erlaubt keinen Verfügungsrahmen für Kreditkarten.

Wie unterscheiden sich Pfändungsschutzkonten und Basiskonten?

Das Pfändungsschutzkonto (P-Konto) bietet dir einen speziellen Schutz deines Guthabens vor Pfändungen, wenn du Schulden hast. Im Gegensatz dazu dient das Basiskonto hauptsächlich dazu, Personen ohne reguläres Girokonto grundlegende Bankdienstleistungen zu bieten. Beide Kontoarten erlauben den bargeldlosen Zahlungsverkehr, aber nur das P-Konto schützt dein Geld vor Gläubigern.

Was sollte ich noch über das Girokonto für jedermann wissen?

Was muss ich beim „Girokonto für jedermann“ beachten?

Du solltest wissen, dass bei einem „Girokonto für jedermann“ keine Mindesteingangssumme gefordert wird und die Gebühren für die Kontoführung angemessen sein müssen. Eine Bank darf die Eröffnung eines Basiskontos nur unter bestimmten Bedingungen ablehnen und muss jede Ablehnung genau erklären, sodass nahezu jeder ein Recht auf ein solches Konto hat.

Wie eröffne ich ein Basiskonto?

Um ein Basiskonto zu eröffnen, musst du folgende Schritte befolgen:

  1. Stelle einen Antrag bei der Bank deiner Wahl. Du kannst das Formular entweder direkt in der Filiale oder online erhalten.
  2. Identifiziere dich persönlich mit einem gültigen Ausweis oder Reisepass. Als Asylsuchender oder Geduldeter reicht dafür auch dein Ankunftsnachweis oder Duldungsbescheid. Eine reine Fiktionsbescheinigung akzeptiert die Bank dagegen nicht als alleinigen Identitätsnachweis.
  3. Warte auf die Kontoeröffnung, die innerhalb von zehn Werktagen nach Antragstellung erfolgen sollte. Die Bank muss dir den Eingang deines Antrags zudem unverzüglich bestätigen.

Kann ich ohne Wohnsitz in Deutschland ein Basiskonto eröffnen?

Ja, auch ohne einen Wohnsitz in Deutschland kannst du ein Basiskonto eröffnen. Direktbanken wie die DKB (Deutsche Kreditbank, Berlin) und Neobanken wie N26 (Berlin, seit 2013) ermöglichen die Eröffnung digital. Du benötigst in der Regel einen gültigen Identitätsnachweis und möglicherweise einen Mindestgeldeingang.

Kann ich als Ausländer ein Basiskonto eröffnen?

Als Ausländer hast du das Recht, ein Basiskonto zu eröffnen. Dieses Konto ist für jeden zugänglich und bietet dir grundlegende Bankfunktionen. Beachte jedoch, dass die Bedingungen für Nicht-EU-Bürger etwas eingeschränkter sein könnten. Für die Kontoeröffnung benötigst du einen Wohnsitznachweis und gültige Ausweisdokumente.

Kann ich als ausländischer Student ein Basiskonto eröffnen?

Ja, als ausländischer Student kannst du ein Basiskonto eröffnen. Du brauchst dafür nur einige Dokumente wie eine Meldebescheinigung und deinen Pass. Viele Banken, darunter traditionelle und Neobanken, bieten solche Konten an. Ein Basiskonto bietet dir grundlegende Funktionen ohne die Notwendigkeit von Einkommensnachweisen oder Bonitätsprüfungen.

Kann ich ein Basiskonto trotz SCHUFA-Eintrag eröffnen?

Du kannst auch mit einem negativen Eintrag bei der SCHUFA (Auskunftei mit Sitz in Wiesbaden) ein Basiskonto eröffnen. Ein Basiskonto soll sicherstellen, dass jeder Zugang zu elementaren Bankdienstleistungen hat. Es wird auf Guthabenbasis geführt, eine Überziehung oder die Ausstellung einer Kreditkarte ist nicht möglich. Es gibt zudem spezielle Girokonten, die ohne SCHUFA-Prüfung auskommen.

Gibt es bei Basiskonten einen Dispo?

Nein, Basiskonten bieten in der Regel keinen Dispositionskredit (Dispo). Da sie als Guthabenkonten geführt werden, wird eine Überziehung vermieden, was zur Sicherheit der Kontoinhaber beiträgt.

Wann darf die Bank ein Basiskonto ablehnen?

Wenn du bereits ein aktives Zahlungskonto bei einer anderen Bank hast, bei vorsätzlich begangenen Straftaten im Zusammenhang mit Bankgeschäften in den letzten drei Jahren, oder wenn du bei Kontoführungsgebühren im Zahlungsverzug bist, darf die Bank dein Basiskonto ablehnen. Auch die Nutzung des Kontos für illegale Aktivitäten kann zu einer Ablehnung führen. In jedem Fall muss dir die Bank die Gründe für die Ablehnung schriftlich nennen, außer dem stünde die Geldwäsche- oder Terrorismusbekämpfung entgegen.

Wann darf die Bank ein bestehendes Basiskonto kündigen?

Eine Bank kann dein Basiskonto mit einer Frist von zwei Monaten kündigen, wenn du zusätzlich ein reguläres Girokonto eröffnet hast, dein Konto länger als 24 Monate nicht mehr genutzt hast oder die Kontoführungsgebühren dauerhaft nicht zahlst (§ 42 ZKG). Ohne Frist, also fristlos, darf die Bank nur kündigen, wenn du das Konto für illegale Zwecke genutzt oder bei der Antragstellung falsche Angaben gemacht hast.

Was mache ich, wenn mein Basiskonto abgelehnt wurde?

Wurde dein Basiskonto zu Unrecht abgelehnt, kannst du bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin, Referat VBS 12) ein Verwaltungsverfahren beantragen. Das Verfahren ist für dich gebührenfrei, die notwendigen Formulare findest du auf der BaFin-Webseite. Stellt die BaFin fest, dass die Ablehnung nicht rechtens war, kann sie die Bank anweisen, dir das Basiskonto doch zu eröffnen. Alternativ kannst du dich an eine Verbraucherschlichtungsstelle wenden oder vor dem Landgericht klagen, wobei eine Klage mit höheren Kosten verbunden sein kann. Diese Schritte lohnen sich nur, wenn die Ablehnung nicht rechtlich begründet war.

Häufige Fragen zum Basiskonto für Jedermann

Welche Karten gibt es bei einem Basiskonto?

Zu einem Basiskonto gibt es üblicherweise eine Debit- oder Prepaid-Karte. Bei der Consorsbank ist das zum Beispiel eine kostenlose Visa Debitkarte, mit der du im EWR kostenlos Bargeld abheben und bargeldlos bezahlen kannst. Eine Girocard kannst du gegen eine monatliche Gebühr dazu bekommen, um bis zu 200 Euro in Supermärkten bar abzuheben.

Welche Banken müssen ein Basiskonto anbieten?

Jede Bank, die Zahlungskonten für Verbraucher bereithält, muss ein Basiskonto anbieten. Dazu gehören Sparkassen, Volksbanken, Geschäftsbanken und Onlinebanken. Bürgschaftsbanken, Depotbanken und Förderbanken sind davon ausgenommen.

Werden Basiskonten an die Schufa gemeldet?

Ja, Basiskonten werden an die Schufa gemeldet. Vor der Kontoeröffnung prüft die Bank deine Schufa-Daten, um bestehende Konten zu checken. Einmal eingerichtet, wird dein Konto auch in deiner Schufa-Akte vermerkt. Diese Einträge schaden deinem Schufa-Score aber nicht. Bei Kündigung des Kontos verschwinden die Einträge wieder.

Gibt es kostenlose Girokonten für jedermann?

Ja, ein kostenloses Basiskonto gibt es zum Beispiel bei der ING, deren Kontoführung und Girocard komplett gebührenfrei sind. Bei der Consorsbank und der DKB entfällt die Kontoführungsgebühr nur unter bestimmten Bedingungen, etwa ab einem monatlichen Geldeingang von 700 Euro oder unter einer Altersgrenze, sonst werden 4 bis 4,50 Euro im Monat fällig. Es lohnt sich, die genauen Konditionen zu vergleichen, um das passende Angebot für dich zu finden.

Kann ich als Flüchtling oder Asylbewerber ein Basiskonto eröffnen?

Ja, als Flüchtling oder Asylbewerber hast du die Möglichkeit, ein Basiskonto zu eröffnen. Dafür musst du einen Antrag stellen und dich ausweisen, zum Beispiel mit deinem Ankunftsnachweis oder Duldungsbescheid. Sollte eine Bank dir die Kontoeröffnung verwehren, kannst du dich an die BaFin wenden. Jeder mit legalem Aufenthalt in der EU hat ein Recht auf ein Basiskonto.

Wie viel Kontoführungsgebühren sind bei einem Basiskonto angemessen?

Bei einem Basiskonto sind Kontoführungsgebühren von 0 bis 10 Euro pro Monat angemessen. Achte darauf, dass die Gebühren diesem Rahmen entsprechen und zu den Services passen, die du wirklich nutzt. Die Gebühren müssen fair sein und dürfen deine finanzielle Situation nicht ausnutzen.

Wie lange dauert es, bis ein Basiskonto nach der Antragstellung eröffnet wird?

Die Eröffnung eines Basiskontos dauert nach Antragstellung normalerweise zehn Geschäftstage. Nachdem du den Antrag gestellt und dich ausgewiesen hast, ist die Bank verpflichtet, das Konto binnen dieser Frist zu eröffnen. Dies gilt für alle mit legalem EU-Aufenthalt, die das Konto privat nutzen möchten.

Weitere Girokonto-Typen im Überblick