Max Benz

Geschäftsführer und Gründer

Max Benz hat einen Master of Science-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre von der Technischen Universität Dresden und ist Geschäftsführer und Gründer von girokonto.io, einer Marke der LBC Finance UG. Er liebt es, alle Daten über Girokonten zusammenzutragen, um so die besten Girokonten zu vergleichen und zu finden.

Was ist ein Mietkautionskonto?

Werbehinweis: Links mit * sind Partnerlinks. Eröffnest du darüber ein Konto, erhalten wir eine Provision. Die Auswahl und Reihenfolge legt die Redaktion fest, nicht die Provision. So arbeiten wir.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Mietkautionskonto ist ein Konto, auf dem die Mietkaution während des Mietverhältnisses angelegt wird, getrennt vom Vermögen des Vermieters (§ 551 Abs. 3 BGB). Für laufende Mietzahlungen ist es nicht gedacht.
  • Die Kaution darf höchstens drei Nettokaltmieten betragen. Du darfst sie in drei gleichen Monatsraten zahlen.
  • Zinsen auf der Kaution stehen dir als Mieter zu. Sie erhöhen die Sicherheit und werden dir nach dem Auszug mit der Kaution ausgezahlt, soweit keine berechtigten Forderungen des Vermieters offen sind.

Wer eine Wohnung mietet, zahlt fast immer eine Kaution. Sie sichert den Vermieter ab, falls am Ende Miete offen ist oder Schäden in der Wohnung bleiben. Das Geld gehört aber weiterhin dir und muss sicher und getrennt aufbewahrt werden.

Dafür gibt es das Mietkautionskonto. In diesem Artikel erfährst du, was ein Mietkautionskonto genau ist, wie es funktioniert, welche Regeln das Gesetz vorgibt und welche Vorteile es für Mieter und Vermieter hat.

Was ist ein Mietkautionskonto?

Ein Mietkautionskonto ist ein Sparkonto oder Treuhandkonto, auf dem die Mietkaution für die Dauer des Mietverhältnisses liegt. Die Grundlage ist § 551 BGB: Der Vermieter muss eine Kaution in Geld bei einem Kreditinstitut anlegen, und zwar zu dem Zinssatz, der für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist üblich ist. Mieter und Vermieter können auch eine andere Anlageform vereinbaren. In beiden Fällen gilt: Das Geld muss vom Vermögen des Vermieters getrennt sein, und die Erträge stehen dem Mieter zu.

Ein Konto zum Ansparen der laufenden Miete ist das Mietkautionskonto also nicht. Weder du noch der Vermieter dürfen das Geld während des Mietverhältnisses einfach abheben. Es dient allein als Sicherheit für Ansprüche des Vermieters aus dem Mietvertrag. Eine Ausnahme bei der Verzinsung gibt es nur für Zimmer in Studenten- und Jugendwohnheimen: Dort muss der Vermieter die Kaution nicht verzinsen.

Was ist ein Mietkautionskonto?

Wie funktioniert ein Mietkautionskonto?

In der Praxis gibt es zwei übliche Varianten:

  • Verpfändetes Sparkonto auf deinen Namen: Du eröffnest bei deiner Bank ein Mietkautionskonto oder Sparbuch, zahlst die Kaution ein und verpfändest das Guthaben an den Vermieter. Ohne seine Zustimmung kommst du nicht an das Geld, er ohne Pfandrecht aber auch nicht.
  • Treuhandkonto des Vermieters: Der Vermieter legt die Kaution auf einem separaten, als Mietkaution gekennzeichneten Konto an. So bleibt das Geld von seinem eigenen Vermögen getrennt, wie es § 551 Abs. 3 BGB verlangt.

Für die Höhe gibt das Gesetz eine klare Grenze vor: Die Kaution darf höchstens das Dreifache der Monatsmiete betragen, und zwar ohne die Betriebskosten, die als Pauschale oder Vorauszahlung ausgewiesen sind (§ 551 Abs. 1 BGB). Bei 700 Euro Kaltmiete sind also maximal 2.100 Euro erlaubt. Du darfst die Summe in drei gleichen Monatsraten zahlen. Die erste Rate ist zu Beginn des Mietverhältnisses fällig, die beiden weiteren jeweils mit den folgenden Mietzahlungen (§ 551 Abs. 2 BGB). Vereinbarungen, die dich als Mieter schlechter stellen, sind unwirksam (§ 551 Abs. 4 BGB).

Nach dem Auszug darf der Vermieter prüfen, ob er noch Forderungen hat, zum Beispiel aus einer ausstehenden Nebenkostenabrechnung oder für Schäden. Erst danach bekommst du die Kaution samt Zinsen zurück. Weil die Zinsen dir zustehen, sind sie auch steuerlich deine Kapitalerträge. Liegt das Konto auf deinen Namen, kannst du dort einen Freistellungsauftrag erteilen.

Vorteile eines Mietkautionskontos

Ein Mietkautionskonto bietet sowohl für Mieter/innen als auch für Vermieter/innen mehrere Vorteile:

  • Sicherheit für den Mieter: Weil die Kaution getrennt vom Vermögen des Vermieters liegt, ist sie besser geschützt, falls der Vermieter in finanzielle Schwierigkeiten gerät und Gläubiger auf sein Vermögen zugreifen.
  • Sicherheit für den Vermieter: Der Vermieter hat eine Sicherheit für offene Miete, Nebenkostennachzahlungen oder Schäden, auf die er bei berechtigten Forderungen nach dem Mietverhältnis zugreifen kann.
  • Zinserträge: Die Zinsen erhöhen die Kaution und gehören dem Mieter. In Zeiten höherer Sparzinsen kommt so über mehrere Jahre ein spürbarer Betrag zusammen.
  • Klare Nachweise: Einzahlung, Zinsen und Rückzahlung sind über die Kontoauszüge dokumentiert. Das hilft, wenn es am Ende des Mietverhältnisses Streit über die Kaution gibt.

Statt einer Barkaution akzeptieren manche Vermieter auch eine Mietkautionsbürgschaft oder Kautionsversicherung. Dabei zahlst du einen jährlichen Beitrag, und dein Geld bleibt frei. Ob diese Variante möglich ist, entscheidet aber der Vermieter.

Fazit

Ein Mietkautionskonto sorgt dafür, dass deine Kaution sicher, getrennt vom Vermögen des Vermieters und verzinst angelegt ist. Es ist kein Konto für die laufende Miete, sondern eine Sicherheit für das Ende des Mietverhältnisses.

Achte darauf, dass die Kaution nicht mehr als drei Kaltmieten beträgt, nutze bei Bedarf die Ratenzahlung und lass dir die Anlage der Kaution vom Vermieter nachweisen. Quelle: § 551 BGB (Stand: Oktober 2026).

Max Benz

Max Benz hat einen Master of Science-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre von der Technischen Universität Dresden und ist Geschäftsführer und Gründer von girokonto.io, einer Marke der LBC Finance UG. Er liebt es, alle Daten über Girokonten zusammenz … Alle Artikel von Max · So testen wir