Max Benz

Geschäftsführer und Gründer

Max Benz hat einen Master of Science-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre von der Technischen Universität Dresden und ist Geschäftsführer und Gründer von girokonto.io, einer Marke der LBC Finance UG. Er liebt es, alle Daten über Girokonten zusammenzutragen, um so die besten Girokonten zu vergleichen und zu finden.
Max Benz

Geschäftsführer und Gründer

Max Benz hat einen Master of Science-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre von der Technischen Universität Dresden und ist Geschäftsführer und Gründer von girokonto.io, einer Marke der LBC Finance UG. Er liebt es, alle Daten über Girokonten zusammenzutragen, um so die besten Girokonten zu vergleichen und zu finden.

Festgeld vs. Tagesgeld: Vergleich und Empfehlung 2026

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Max Benz

Gründer von girokonto.io

Zuletzt aktualisiert: 02.06.2026

Festgeld und Tagesgeld sind die beiden beliebtesten Formen der sicheren Geldanlage in Deutschland. Der wichtigste Unterschied liegt in zwei Punkten: Verfügbarkeit und Zinssicherheit. Tagesgeld ist täglich verfügbar, sein Zinssatz ist variabel. Festgeld garantiert einen fixen Zins für eine vereinbarte Laufzeit, aber das Kapital ist während dieser Zeit gebunden. Beide Anlageformen sind durch die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Anleger und Bank geschützt. Welche Anlageform besser zu dir passt, erklärt dieser Artikel: direkter Vergleich, aktuelle Zinsen, klare Entscheidungshilfe.

Was ist der Unterschied zwischen Festgeld und Tagesgeld?

Beide Anlageformen sind sicher, risikoarm und funktionieren ohne Kursrisiko. Der entscheidende Unterschied liegt darin, wie der Zins gebildet wird und wann du auf dein Kapital zugreifen kannst.

Tagesgeld: flexibel und täglich verfügbar

Ein Tagesgeldkonto ist ein verzinstes Konto ohne feste Laufzeit. Du kannst jederzeit Geld einzahlen und abheben, ohne Kündigungsfristen einhalten zu müssen. Der Zinssatz ist variabel: Die Bank kann ihn jederzeit anpassen, in der Regel abhängig vom EZB-Leitzins. Bei den meisten deutschen Direktbanken gibt es keinen Mindestanlagebetrag.

Tagesgeld ist damit ideal für den Notgroschen und kurzfristige Rücklagen. Ein Nachteil bleibt: Senkt die Europäische Zentralbank den Leitzins, fallen auch die Tagesgeld-Zinsen. Das geschieht oft schnell und ohne Vorwarnung.

Festgeld: fester Zinssatz für feste Laufzeit

Ein Festgeldkonto hat eine vereinbarte Laufzeit, typischerweise zwischen einem Monat und zehn Jahren. Der Zinssatz wird bei Kontoeröffnung festgeschrieben und gilt für die gesamte Laufzeit, unabhängig von späteren EZB-Entscheidungen. Das Kapital ist während der Laufzeit gebunden und kann in der Regel nicht vorzeitig abgerufen werden.

Festgeld eignet sich für Kapital, das du für eine bekannte Zeitspanne nicht brauchst, und für das du im Gegenzug einen garantierten, oft etwas höheren Zins als beim Tagesgeld kassieren möchtest.

Festgeld vs. Tagesgeld: direkter Vergleich

Merkmal Tagesgeld Festgeld
Zinssatz Variabel (EZB-abhängig) Fix für gesamte Laufzeit
Verfügbarkeit Täglich Erst nach Laufzeitende
Laufzeit Keine (unbegrenzt) 1 Monat bis 10 Jahre
Mindestanlage Meist keine Oft 500 bis 2.500 Euro
Vorzeitige Kündigung Jederzeit möglich In der Regel nicht möglich
Einlagensicherung Bis 100.000 Euro Bis 100.000 Euro
Zinssicherheit Gering (variabel) Hoch (fix für Laufzeit)
Geeignet für Notgroschen, Rücklagen Planbare Ausgaben, Kapitalanlage

Wann lohnt sich Tagesgeld?

Tagesgeld ist die richtige Wahl, wenn mindestens eines dieser Kriterien auf dich zutrifft:

  • Du möchtest einen Notgroschen (3 bis 6 Monatsgehälter) liquide und verzinst halten
  • Du hast kurzfristige Rücklagen ohne konkreten Verwendungszweck
  • Dein Zeithorizont ist unklar oder kürzer als drei Monate
  • Du erwartest steigende Zinsen und willst von einem variablen Satz profitieren
  • Du möchtest flexibel auf das Geld zugreifen können, ohne Fristen einhalten zu müssen

Tagesgeld ist kein Ersatz für ein Girokonto, aber die ideale Ergänzung dazu: Das Geld liegt sicher, ist innerhalb eines Werktages verfügbar und wirft deutlich mehr ab als ein unverzinstes Girokonto. Ausführliche Tests aller Anbieter findest du im Tagesgeld-Vergleich auf girokonto.io.

Wann lohnt sich Festgeld?

Festgeld ist die richtige Wahl, wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Du hast ein konkretes Sparziel mit bekanntem Zeithorizont (zum Beispiel Urlaub, Auto oder Renovierung in 6 bis 36 Monaten)
  • Du bist überzeugt, dass die Zinsen eher sinken werden, und möchtest den aktuellen Satz für die Laufzeit sichern
  • Du brauchst das Geld definitiv nicht vorzeitig
  • Du legst Wert auf maximale Planbarkeit: fester Zins, bekannte Rendite, keine Überraschungen
  • Du möchtest größere Beträge sicher parken ohne Kapitalmarktrisiko

Ein häufiger Fehler: Wer seinen gesamten Notgroschen als Festgeld anlegt, kommt im Notfall nicht an das Geld heran. Der Notgroschen gehört grundsätzlich auf das Tagesgeldkonto. Nur Kapital, das du wirklich für die gesamte Laufzeit entbehren kannst, eignet sich für Festgeld.

Aktuelle Zinsen im Vergleich: Festgeld und Tagesgeld (Stand: Juni 2026)

Tagesgeld-Topangebote (Stand: Juni 2026)

Anbieter Standardzins variabel Neukundenzins Dauer Neukundenzins
Consorsbank 0,80 % p.a. 3,40 % p.a. 3 Monate
ING Extra-Konto 0,75 % p.a. 3,20 % p.a. 4 Monate
TF Bank 1,45 % p.a. 3,00 % p.a. 4 Monate
Openbank 1,80 % p.a. 2,50 % p.a. 3 Monate
Santander 0,30 % p.a. 2,75 % p.a. 4 Monate
DKB 1,00 % p.a. kein Aktionszins :

Alle Angaben ohne Gewähr, Stand: Juni 2026. Konditionen direkt beim Anbieter prüfen.

Wichtiger Hinweis: Neukundenaktionszinsen gelten nur für wenige Monate und ausschließlich für Neukunden. Nach Ablauf des Aktionszeitraums gilt der niedrigere Standardzins. Für den Langfristvergleich über zwölf Monate zählt der Standardzins mehr als der Aktionszins.

Festgeld-Topangebote 12 Monate (Stand: Juni 2026)

Anbieter Zinssatz p.a. Mindestanlage Einlagensicherung
akf Bank 2,95 % 2.500 Euro Deutschland
HoistSpar 2,90 % 1.000 Euro Schweden
TF Bank 2,85 % 1.000 Euro Schweden
ING 2,75 % 500 Euro Deutschland
DKB 2,70 % 2.500 Euro Deutschland
comdirect 2,50 % 2.000 Euro Deutschland

Alle Angaben unverbindlich, Stand: Juni 2026. Aktuelle Konditionen direkt beim Anbieter prüfen.

Tagesgeld vs. Festgeld über 12 Monate: ein Rechenbeispiel

Auf den ersten Blick wirken Tagesgeld-Aktionszinsen attraktiver: 3,40 % von der Consorsbank schlägt 2,95 % der akf Bank. Doch der Aktionszins gilt nur drei Monate und nur für Neukunden:danach gelten 0,80 %.

Rechenbeispiel für 10.000 Euro über 12 Monate:

  • Tagesgeld Consorsbank: 3,40 % für 3 Monate (85 Euro) + 0,80 % für 9 Monate (60 Euro) = ca. 145 Euro Zinsertrag
  • Festgeld akf Bank: 2,95 % für 12 Monate = ca. 295 Euro Zinsertrag

Festgeld gewinnt den Langfristvergleich deutlich. Aktionszinsen sind ein Einstiegsanreiz, kein Dauerversprechen.

Wie sicher sind Festgeld und Tagesgeld?

Beide Anlageformen sind durch die gesetzliche Einlagensicherung abgesichert. In der EU gilt: Jeder Anleger ist pro Bank bis zu 100.000 Euro geschützt. Bei einer Bankeninsolvenz erstattet der jeweilige nationale Einlagensicherungsfonds diesen Betrag.

Wichtige Details zur Einlagensicherung:

  • Die 100.000-Euro-Grenze gilt pro Bank und pro Anleger, nicht pro Konto
  • Bei deutschen Banken greift der deutsche Einlagensicherungsfonds (gesetzlich plus freiwillig, oft über 100.000 Euro)
  • Bei ausländischen EU-Banken wie TF Bank (Schweden) oder HoistSpar (Schweden) gilt die Einlagensicherung des Heimatlandes:ebenfalls bis 100.000 Euro, aber unter anderer Aufsicht als der deutschen BaFin
  • Wer mehr als 100.000 Euro anlegen möchte, sollte das Kapital auf mehrere Banken aufteilen

Praktische Empfehlung: Lege pro Bank nicht mehr als 100.000 Euro an. Für größere Beträge gilt: mehrere Anbieter nutzen und auf das Land der Einlagensicherung achten.

Steuern auf Festgeld und Tagesgeld

Zinserträge aus Tagesgeld und Festgeld unterliegen der Kapitalertragsteuer von 25 % plus Solidaritätszuschlag (5,5 % auf die Steuer) und gegebenenfalls Kirchensteuer. Diese Regel gilt für beide Anlageformen gleich.

Sparerpauschbetrag

Bis zu 1.000 Euro Zinserträge pro Jahr (Einzelpersonen) bzw. 2.000 Euro (verheiratete Paare oder eingetragene Lebenspartnerschaften) bleiben steuerfrei. Darüber hinausgehende Erträge werden automatisch versteuert.

Freistellungsauftrag stellen

Um den Sparerpauschbetrag zu nutzen, musst du bei jeder Bank, bei der du Zinsen erzielst, einen Freistellungsauftrag stellen. Ohne diesen behält die Bank auf alle Zinserträge sofort Kapitalertragsteuer ein. Den Freistellungsauftrag kannst du auf mehrere Banken aufteilen:der Gesamtbetrag darf 1.000 Euro (Einzel) bzw. 2.000 Euro (Paar) nicht überschreiten.

Günstigerprüfung

Liegt dein persönlicher Einkommensteuersatz unter 25 %, kannst du die Zinserträge in deiner Steuererklärung angeben und die Kapitalertragsteuer über die Günstigerprüfung zurückholen. Das lohnt sich vor allem für Personen mit geringem Gesamteinkommen.

Was ist besser: Festgeld oder Tagesgeld?

Die direkte Antwort: Keines ist pauschal besser:es kommt auf deine persönliche Situation an. Hier ein klares Entscheidungsschema:

Deine Situation Empfehlung
Notgroschen aufbauen (3 bis 6 Monatsgehälter) Tagesgeld
Sparziel in 6 oder mehr Monaten Festgeld
Zeithorizont unklar oder unter 3 Monate Tagesgeld
Sicheren Zins für 12 Monate festschreiben Festgeld
Steigende Zinsen erwartet Tagesgeld
Sinkende Zinsen erwartet Festgeld
Höchste Flexibilität gewünscht Tagesgeld
Höchste Planbarkeit gewünscht Festgeld
Notgroschen plus zusätzliches Anlagekapital vorhanden Tagesgeld und Festgeld kombinieren

Die optimale Strategie für die meisten Anleger: Tagesgeld für den Notgroschen (3 bis 6 Monatsgehälter), Festgeld für den Rest des anzulegenden Kapitals. Wer mehrere Festgelder mit gestaffelten Laufzeiten kombiniert, holt das Beste aus beiden Welten.

Treppenstrategie: Festgeld und Tagesgeld clever kombinieren

Die Treppenstrategie (auch Festgeldleiter genannt) ist eine etablierte Methode, um regelmäßig Zugriff auf Teile des angelegten Kapitals zu behalten und gleichzeitig attraktive Festgeldzinsen einzustreichen.

Prinzip: Statt das gesamte Kapital in ein Festgeld mit einer einzigen langen Laufzeit zu stecken, verteilst du es auf mehrere Laufzeiten. Jedes Festgeld läuft zu einem anderen Zeitpunkt aus, sodass regelmäßig ein Teilbetrag frei wird.

Beispiel: 20.000 Euro Anlagekapital

Anteil Produkt Laufzeit Zins (ca.) Kapital verfügbar ab
5.000 Euro Tagesgeld ING flexibel 0,75 % p.a. Jederzeit
5.000 Euro Festgeld 6 Monate 6 Monate ca. 2,50 % p.a. Dez. 2026
5.000 Euro Festgeld 12 Monate 12 Monate ca. 2,95 % p.a. Juni 2027
5.000 Euro Festgeld 24 Monate 24 Monate ca. 2,80 % p.a. Juni 2028

Vorteile der Treppenstrategie:

  • Alle 6 bis 12 Monate wird ein Teilbetrag frei
  • Du kannst zu den dann gültigen Konditionen neu anlegen
  • Steigt der Zins, profitierst du bei den auslaufenden Tranchen
  • Sinkt der Zins, sind die längeren Laufzeiten noch gut verzinst
  • Der Tagesgeld-Puffer stellt sicher, dass du für unvorhergesehene Ausgaben nicht an das Festgeld musst

Häufige Fragen zu Festgeld und Tagesgeld

Kann ich Festgeld vorzeitig kündigen?

In der Regel nein. Festgeld ist für die vereinbarte Laufzeit gebunden. Ausnahmen gibt es nur in besonderen Härtefällen wie schwerer Krankheit oder Tod. Manche Anbieter erlauben eine vorzeitige Auflösung gegen eine Vorfälligkeitsentschädigung, aber das ist eher die Ausnahme. Plane Festgeld ausschließlich für Kapital, das du während der Laufzeit definitiv nicht benötigst.

Gibt es beim Tagesgeld eine Mindestanlage?

Bei den meisten deutschen Direktbanken nicht. DKB, ING, Consorsbank und andere starten ohne Mindestanlage. Manche Anbieter verlangen symbolisch 1 Euro. Festgeld hat dagegen häufig eine Mindestanlage von 500 bis 2.500 Euro, je nach Anbieter.

Welches hat aktuell höhere Zinsen: Festgeld oder Tagesgeld?

Tagesgeld-Aktionszinsen für Neukunden liegen aktuell (Juni 2026) mit bis zu 3,40 % (Consorsbank) rechnerisch höher als die besten Festgeldzinsen (akf Bank: 2,95 % für 12 Monate). Doch der Aktionszins gilt nur 3 bis 4 Monate. Über 12 Monate gerechnet erzielt das Festgeld in der Regel deutlich mehr Gesamtrendite.

Kann ich Tagesgeld und Festgeld bei derselben Bank haben?

Ja. Viele Direktbanken wie ING, DKB und comdirect bieten beide Produkte an und ermöglichen die einfache Verwaltung über ein gemeinsames Online-Banking. Das vereinfacht auch den Freistellungsauftrag, weil du ihn bei dieser Bank nur einmal stellen musst.

Was passiert mit meinem Festgeld am Ende der Laufzeit?

Das hängt von den Vertragsbedingungen ab. Viele Anbieter verlängern das Festgeld automatisch zum dann gültigen Zinssatz, wenn du nicht aktiv widersprichst (automatische Prolongation). Andere zahlen das Kapital automatisch auf dein Verrechnungskonto aus. Prüfe die Konditionen vor Vertragsabschluss und stell dir rechtzeitig eine Erinnerung kurz vor dem Laufzeitende ein.

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Max Benz hat einen Master of Science-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre von der Technischen Universität Dresden und ist Geschäftsführer und Gründer von girokonto.io, einer Marke der LBC Finance UG. Er liebt es, alle Daten über Girokonten zusammenzutragen, um so die besten Girokonten zu vergleichen und zu finden.