Max Benz

Geschäftsführer und Gründer

Max Benz hat einen Master of Science-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre von der Technischen Universität Dresden und ist Geschäftsführer und Gründer von girokonto.io, einer Marke der LBC Finance UG. Er liebt es, alle Daten über Girokonten zusammenzutragen, um so die besten Girokonten zu vergleichen und zu finden.
Max Benz

Geschäftsführer und Gründer

Max Benz hat einen Master of Science-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre von der Technischen Universität Dresden und ist Geschäftsführer und Gründer von girokonto.io, einer Marke der LBC Finance UG. Er liebt es, alle Daten über Girokonten zusammenzutragen, um so die besten Girokonten zu vergleichen und zu finden.

Gehaltserhöhung-Rechner: Netto-Effekt berechnen 2026

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Max Benz

Gründer von girokonto.io

Zuletzt aktualisiert: 31.05.2026

Mit dem Gehaltserhöhungs-Rechner 2026 berechnest du sofort, wie viel mehr Netto von deiner Bruttoerhöhung übrig bleibt. Denn: 200 Euro mehr brutto bedeutet in Deutschland nicht 200 Euro mehr netto. Du verhandelst 200 Euro heraus, die Abrechnung zeigt Plus 110 Euro netto. Wo sind die anderen 90 Euro geblieben? In Deutschland schnappt sich der Staat bei jeder Gehaltserhöhung einen erheblichen Teil durch Steuerprogression und Sozialabgaben. Dieser Leitfaden zeigt dir, wie du deinen persönlichen Netto-Effekt berechnest, was eine realistische Erhöhung 2026 ist, und wie du in der Verhandlung optimal abschneidest.

Gehaltserhöhung Rechner: So berechnest du deinen Netto-Effekt

Um den Netto-Effekt einer Gehaltserhöhung zu berechnen, gibst du drei Grundwerte ein: dein aktuelles Bruttogehalt, die geplante Erhöhung sowie deine Steuerklasse. Der Rechner zeigt dir dann das neue Bruttogehalt und das daraus resultierende Nettogehalt.

Die drei verbreitetsten Eingabemodi:

Gehaltserhöhung in Prozent eingeben

Du weißt, dass du 5% mehr verlangen willst, kennst den genauen Eurobetrag aber noch nicht. Eingabe: Aktuelles Bruttogehalt und Prozentsatz. Das ergibt das neue Bruttogehalt. Danach rechnet der Nettolohnrechner Lohnsteuer und Sozialabgaben auf das neue Brutto um.

Gehaltserhöhung als festen Betrag eingeben

Du hast eine konkrete Zahl im Kopf, zum Beispiel 300 Euro mehr im Monat. Eingabe: Bruttogehalt und Betrag. Der Rechner addiert beides und zeigt, was nach Abzügen übrig bleibt.

Zielgehalt eingeben und Differenz berechnen

Du willst auf 5.000 Euro brutto kommen und verdienst aktuell 4.500 Euro. Du gibst Ist-Gehalt und Zielgehalt ein, der Rechner berechnet die prozentuale Erhöhung und den resultierenden Netto-Effekt.

Eingabe Beispiel Was berechnet wird
Bruttogehalt aktuell 4.500 Euro/Monat Ausgangswert
Erhöhung 5% oder 225 Euro Neues Bruttogehalt: 4.725 Euro
Steuerklasse I Anwendbarer Lohnsteuertarif
Kirchensteuer Nein Kirchensteuerzuschlag (8 oder 9%)
KV-Status Gesetzlich versichert Krankenversicherungsbeitrag

Hinweis: Steuerklasse und Kirchensteuerpflicht verschieben das Nettoergebnis um mehrere hundert Euro pro Monat. Nutze daher immer deine tatsächliche Steuerklasse, nicht Klasse I als Standardwert.

Was ist Steuerprogression? Und warum frisst sie deine Erhöhung?

Steuerprogression bedeutet: Jeder zusätzliche Euro deines Gehalts wird mit einem höheren Grenzsteuersatz besteuert als dein bisheriges Einkommen. Damit fressen Steuern bei einer Erhöhung einen überproportional großen Teil weg.

Grenzsteuersatz vs. Durchschnittssteuersatz:

  • Der Durchschnittssteuersatz ist das, was du im Schnitt auf dein gesamtes Jahresgehalt zahlst.
  • Der Grenzsteuersatz ist der Steuersatz auf jeden zusätzlich verdienten Euro.

Wer 4.500 Euro brutto im Monat verdient (54.000 Euro Jahresgehalt), hat einen Durchschnittssteuersatz von ca. 22%. Der Grenzsteuersatz liegt dort aber bei 35 bis 38%. Das bedeutet: Jeder Euro, der durch die Gehaltserhöhung hinzukommt, wird mit diesem höheren Satz belastet, nicht mit dem Durchschnitt.

Grenzsteuersätze Deutschland 2026 (§ 32a EStG):

Jahreseinkommen (zu versteuerndes Einkommen) Grenzsteuersatz
Bis 11.784 Euro (Grundfreibetrag) 0%
11.785 bis 17.005 Euro 14% bis 24%
17.006 bis 66.760 Euro 24% bis 42%
66.761 bis 277.825 Euro 42%
Ab 277.826 Euro 45%

Praktisches Beispiel: Bei einem Bruttogehalt von 4.500 Euro monatlich liegt das Jahresgehalt bei 54.000 Euro. Das zu versteuernde Einkommen (nach Werbungskostenpauschale und Sonderausgaben) liegt damit im Bereich 40.000 bis 48.000 Euro. Der Grenzsteuersatz beträgt dort rund 36 bis 38%.

Eine Erhöhung von 5% (225 Euro brutto mehr pro Monat) wird deshalb mit ca. 36 bis 38% Lohnsteuer belastet, dazu kommen rund 20 bis 21% Sozialabgaben. Faktisch bleiben von 225 Euro brutto mehr nur ca. 100 bis 120 Euro netto übrig.

Gehaltserhöhung Netto berechnen: 3 Beispielrechnungen

Bei 3.000 Euro brutto und einer Erhöhung von 5% (Steuerklasse I, keine Kirchensteuer, gesetzlich versichert) steigt das Nettogehalt um ca. 90 bis 100 Euro monatlich. Bei 4.500 Euro sind es ca. 100 bis 120 Euro, bei 6.000 Euro ca. 130 bis 155 Euro mehr netto.

Gesamtübersicht: Netto-Effekt einer 5%-Gehaltserhöhung

(Steuerklasse I, keine Kirchensteuer, gesetzlich versichert, Kinderlose, Deutschland 2026):

Bruttogehalt vorher Bruttogehalt nachher Nettogehalt vorher Nettogehalt nachher Netto-Zuwachs Zuwachs in %
3.000 Euro 3.150 Euro ca. 1.920 Euro ca. 2.015 Euro ca. 95 Euro ca. 4,9%
4.500 Euro 4.725 Euro ca. 2.890 Euro ca. 3.000 Euro ca. 110 Euro ca. 3,8%
6.000 Euro 6.300 Euro ca. 3.750 Euro ca. 3.895 Euro ca. 145 Euro ca. 3,9%

Alle Werte sind Näherungswerte für 2026. Kirchensteuer, private Krankenversicherung, Bundesland und Kinderfreibetrag können das Ergebnis deutlich verschieben.

Beispiel 1: 3.000 Euro brutto, +5% Erhöhung

Ausgangssituation: 3.000 Euro brutto (36.000 Euro Jahresgehalt), Steuerklasse I, keine Kirchensteuer, gesetzlich krankenversichert.

  • Lohnsteuer auf 3.000 Euro brutto: ca. 420 Euro/Monat
  • Sozialabgaben gesamt (RV 9,3% + AV 1,3% + KV ca. 8,3% + PV 2,0%): ca. 634 Euro/Monat
  • Nettogehalt: ca. 1.920 Euro/Monat

Nach 5% Erhöhung auf 3.150 Euro brutto:

  • Lohnsteuer: ca. 455 Euro/Monat (+35 Euro)
  • Sozialabgaben: ca. 666 Euro/Monat (+32 Euro)
  • Nettogehalt: ca. 2.015 Euro/Monat

Netto-Zuwachs: ca. 95 Euro. Von 150 Euro brutto mehr bleiben 63% als Netto übrig.

Beispiel 2: 4.500 Euro brutto, +5% Erhöhung

Ausgangssituation: 4.500 Euro brutto (54.000 Euro Jahresgehalt), Steuerklasse I, keine Kirchensteuer, gesetzlich krankenversichert.

  • Lohnsteuer auf 4.500 Euro brutto: ca. 980 Euro/Monat
  • Sozialabgaben gesamt: ca. 952 Euro/Monat
  • Nettogehalt: ca. 2.890 Euro/Monat

Nach 5% Erhöhung auf 4.725 Euro brutto:

  • Lohnsteuer: ca. 1.065 Euro/Monat (+85 Euro)
  • Sozialabgaben: ca. 999 Euro/Monat (+47 Euro)
  • Nettogehalt: ca. 3.000 Euro/Monat

Netto-Zuwachs: ca. 110 Euro. Von 225 Euro brutto mehr bleiben nur 49% als Netto übrig.

Beispiel 3: 6.000 Euro brutto, +5% Erhöhung

Ausgangssituation: 6.000 Euro brutto (72.000 Euro Jahresgehalt), Steuerklasse I, keine Kirchensteuer, gesetzlich krankenversichert.

  • Lohnsteuer auf 6.000 Euro brutto: ca. 1.590 Euro/Monat
  • Sozialabgaben gesamt: ca. 1.122 Euro/Monat (Beitragsbemessungsgrenze beachten)
  • Nettogehalt: ca. 3.750 Euro/Monat

Nach 5% Erhöhung auf 6.300 Euro brutto:

  • Lohnsteuer: ca. 1.710 Euro/Monat (+120 Euro)
  • Sozialabgaben: ca. 1.151 Euro/Monat (+29 Euro, Beitragsbemessungsgrenze greift)
  • Nettogehalt: ca. 3.895 Euro/Monat

Netto-Zuwachs: ca. 145 Euro. Von 300 Euro brutto mehr bleiben 48% als Netto übrig.

Fazit: Je höher das Ausgangseinkommen, desto stärker greift die Steuerprogression. Bei 3.000 Euro behalten Arbeitnehmer noch ca. 63% des Brutto-Zuwachses, bei 6.000 Euro nur noch ca. 48%.

Wie viel Gehaltserhöhung ist realistisch? Orientierung 2026

3 bis 7% pro Jahr gelten in Deutschland als realistische Gehaltserhöhung. Bei Jobwechsel oder neuer Verantwortung sind 10 bis 15% möglich; Höchstleister in gefragten Branchen erreichen vereinzelt 20% oder mehr.

Die tatsächliche Bandbreite hängt stark von Branche, Unternehmensgröße und Marktlage ab.

Branchen-Benchmarks Deutschland 2026

Branche Standard-Erhöhung Bei Beförderung Bei Jobwechsel
IT / Software / Tech 4 bis 8% 10 bis 15% 15 bis 25%
Finanzen / Banking 3 bis 6% 8 bis 12% 12 bis 20%
Ingenieurwesen / Industrie 3 bis 5% 8 bis 12% 12 bis 18%
Marketing / Kommunikation 3 bis 5% 7 bis 10% 10 bis 15%
Handel / Retail 2 bis 4% 5 bis 8% 8 bis 12%
Gesundheit / Pflege 2 bis 4% 5 bis 8% 8 bis 12%

Orientierungswerte basierend auf Stepstone Gehaltsreport 2025, Randstad Gehaltsatlas 2026 und Destatis Lohnstatistik. Tarifgebundene Branchen können abweichen.

Tarif- vs. individuelle Gehaltserhöhung

Bei tarifgebundenen Arbeitsverhältnissen wird das Gehalt kollektiv durch Tarifvertrag geregelt:

  • Tariferhöhung: Gilt automatisch für alle Beschäftigten im Tarifbereich. Du verhandelst nicht individuell, sondern profitierst von Gewerkschaftsverhandlungen. Laut Destatis lagen die durchschnittlichen tariflichen Lohnerhöhungen in Deutschland 2024 bei 5,6% (nominell), was erstmals seit mehreren Jahren zu realen Lohngewinnen führte. In 2025 betrugen die Tarifabschlüsse im Schnitt ca. 3,5 bis 4,5%.
  • Individuelle Gehaltserhöhung: Für Angestellte außerhalb von Tarifverträgen (AT-Verträge). Hier zählen persönliche Leistung, Marktposition und Verhandlungsstärke.

Reallohn und Kaufkraft: Was bleibt nach Inflation?

Bei einer Inflation von 2,9% (VPI Deutschland 2026, Prognose Destatis/Bundesbank) musst du mindestens 3% mehr verdienen, um deine Kaufkraft zu erhalten. Alles darunter ist real eine Lohnsenkung.

Formel: Reallohnzuwachs = Nominale Erhöhung (%) minus VPI (%)

Nominale Erhöhung VPI 2026 Reallohnzuwachs Bedeutung
2% 2,9% -0,9% Kaufkraft gesunken
3% 2,9% +0,1% Kaufkraft gleichgeblieben
5% 2,9% +2,1% Kaufkraft gestiegen
7% 2,9% +4,1% Deutlich mehr Kaufkraft

Eine Erhöhung von 2% klingt positiv, ist aber real ein Kaufkraftverlust. Erst ab ca. 3% plus beginnt eine tatsächliche Verbesserung. Wer nur Inflationsausgleich erhält, hat wirtschaftlich gesehen eine Nullrunde bekommen.

Welche Parameter beeinflussen dein Netto?

Steuerklasse, Kirchensteuerpflicht, Krankenversicherungsstatus und Kinderfreibetrag können dein Nettogehalt um mehrere hundert Euro pro Monat verschieben.

Steuerklasse I bis VI: Übersicht und Auswirkung

Steuerklasse Wer Typischer Effekt
I Ledig, geschieden, dauerhaft getrennt Standardabzug
II Alleinerziehend Geringere Abzüge als Klasse I
III Verheiratet, höheres Einkommen (Partner in V) Deutlich geringere Abzüge
IV Verheiratet, ähnliche Einkommen Wie zwei Mal Klasse I
V Verheiratet, niedrigeres Einkommen (Partner in III) Höhere Abzüge als Klasse I
VI Zweiter Arbeitgeber / Nebenjob Höchste Abzüge

Bei Steuerklasse III bleiben gegenüber Steuerklasse I bei gleichem Bruttogehalt leicht 200 bis 400 Euro mehr netto im Monat.

Kirchensteuer: 8 bis 9% auf die Lohnsteuer

Wer der Kirche angehört, zahlt Kirchensteuer als Zuschlag auf die Lohnsteuer. Der Satz beträgt 8% in Bayern und Baden-Württemberg, 9% in allen anderen Bundesländern. Bei einem Lohnsteuerbetrag von 1.000 Euro sind das 80 bis 90 Euro weniger netto pro Monat.

Krankenversicherung: gesetzlich vs. privat

Gesetzlich Versicherte zahlen 2026 ca. 8,3% ihres Bruttogehalts an KV-Beiträgen (allgemeiner Beitragssatz 7,3% plus individueller Zusatzbeitrag, durchschnittlich ca. 1,7%). Privat Versicherte zahlen einen festen Monatsbeitrag, der vom Gehalt unabhängig ist und je nach Tarif, Alter und Gesundheit variiert.

Für Gutverdiener oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze (2026: ca. 73.800 Euro brutto) kann die private Krankenversicherung günstiger sein als die gesetzliche. Bei niedrigerem Einkommen ist die gesetzliche KV meist kosteneffizienter.

Kinderfreibetrag und Kinderzuschlag

Eltern können je Kind einen Kinderfreibetrag von 2.994 Euro (2026) geltend machen. Für beide Elternteile zusammen sind das 5.988 Euro, die das zu versteuernde Einkommen senken. Im Lohnsteuerabzug wird automatisch geprüft, ob Kindergeld oder Kinderfreibetrag günstiger ist.

Zusatzbeitrag Pflegeversicherung für Kinderlose

Seit 2023 zahlen Kinderlose in Deutschland einen Zuschlag zur Pflegeversicherung von 0,6 Prozentpunkten. Bei 4.500 Euro brutto sind das ca. 27 Euro pro Monat weniger netto. Für Eltern entfällt dieser Zuschlag ab dem ersten Kind.

Tipps für die Gehaltsverhandlung 2026

Der beste Zeitpunkt für eine Gehaltsverhandlung ist 4 bis 6 Wochen vor dem Jahresgespräch oder unmittelbar nach einem messbaren Erfolg, etwa nach Abschluss eines wichtigen Projekts, einer positiven Beurteilung oder einer Marktveränderung zu deinen Gunsten.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

  • Jahresgespräch: Das klassische Mitarbeitergespräch ist der formellste Anlass. Bereite dich frühzeitig vor, nicht erst eine Woche davor.
  • Kurz nach einem Erfolg: Wenn du ein Projekt erfolgreich abgeschlossen, einen Kunden gewonnen oder eine neue Aufgabe übernommen hast, ist dein Marktwert gerade am deutlichsten erkennbar.
  • Bei neuer Verantwortung: Du übernimmst Führungsaufgaben, Teamleitung oder einen deutlich erweiterten Aufgabenbereich? Das rechtfertigt eine Anpassung.
  • Schlechter Zeitpunkt: Kurz nach schlechten Unternehmensergebnissen, mitten in einer Krisenphase oder wenn du selbst Fehler gemacht hast.

Wie viel soll ich fordern?

Anker-Taktik: Nenne als Erstes eine Zahl, die 10 bis 15% über deinem eigentlichen Ziel liegt. Dadurch landest du bei einem Kompromiss näher an deiner Wunschzahl. Wer 5% will, nennt 10% und erhält häufig 6 bis 8%.

Bringe Marktdaten mit. Stepstone, Gehalt.de oder Glassdoor zeigen Gehaltsvergleiche nach Branche, Region und Erfahrung. Wenn dein aktuelles Gehalt 15% unter dem Marktmedian liegt, ist das ein starkes Argument.

Beispielsätze für die Verhandlung

  • “Ich habe in den vergangenen zwölf Monaten [konkretes Ergebnis] erreicht. Aufgrund meiner Marktrecherche und der gestiegenen Verantwortung bitte ich um eine Anpassung meines Gehalts auf X Euro.”
  • “Der Marktvergleich zeigt, dass vergleichbare Positionen in unserer Region bei Y Euro liegen. Ich möchte diesen Rückstand in den nächsten zwölf Monaten aufholen.”
  • “Mit der neuen Projektverantwortung ist mein Aufgabenbereich deutlich gewachsen. Ich möchte das im Gehalt abgebildet sehen.”

Checkliste vor der Gehaltsverhandlung:

  • Marktdaten recherchiert und als Argument parat
  • Eigene Erfolge der letzten 12 Monate konkret aufgelistet (mit Zahlen)
  • Wunschgehalt und Untergrenze definiert
  • Zeitpunkt mit dem Vorgesetzten abgestimmt
  • Reaktion auf Ablehnung gedanklich vorbereitet

Was tun wenn der Chef ablehnt?

Eine Ablehnung bedeutet nicht das Ende. Frage nach konkreten Kriterien: “Was muss ich erreichen, damit wir das Gehalt in sechs Monaten noch einmal besprechen?” Das schafft Verbindlichkeit. Alternativ handelst du nicht-monetäre Vorteile aus: mehr Homeoffice-Tage, Weiterbildungsbudget, zusätzliche Urlaubstage, flexible Arbeitszeiten oder Dienstwagenleasing.

Gehaltserhöhung und dein Girokonto: So nutzt du mehr Geld optimal

Nach einer Gehaltserhöhung lohnt es sich, das Girokonto zu überprüfen. Höheres Gehalt verbessert oft die Bedingungen für Kreditrahmen, Prämien und Konditionen.

Was sich mit mehr Gehalt ändert:

  • Bessere Kreditwürdigkeit: Viele Banken stufen dich bei steigendem Gehalt intern neu ein. Das wirkt sich auf Dispozinsen, Ratenkredite und Hypotheken aus.
  • Prämienkonten werden günstiger: Konten mit Jahresgebühr oder Mindestgeldeingang amortisieren sich bei höherem Gehalt schneller.
  • Sparrate erhöhen: Nutze den Netto-Zuwachs zumindest teilweise für einen höheren Sparplan oder Tagesgeld. Das verhindert Lifestyle-Inflation und baut echte Kaufkraft auf.
  • Girokonto wechseln: Viele Angebote setzen einen Mindestgeldeingang von 1.000 bis 1.500 Euro voraus. Wer vorher knapp darunter lag, erfüllt jetzt möglicherweise die Voraussetzungen für kostenlose Premiumkonten mit Cashback oder Zusatzleistungen.

Das richtige Girokonto hängt von deinem Profil ab: Wer regelmäßig viel Geld umschlägt und Flexibilität braucht, profitiert von Konten mit hohem Dispo-Limit zu günstigen Zinsen. Wer lieber spart, sucht nach einem Girokonto mit Zinsen oder Tagesgeld-Option. Wer eine Prämie für den Kontostart mitnehmen will, findet entsprechende Angebote im Girokonto-mit-Prämie-Vergleich.

Häufig gestellte Fragen zur Gehaltserhöhung

Wie viel mehr Netto bekomme ich bei 100 Euro mehr brutto?

Bei einem mittleren Einkommen von 3.000 bis 4.500 Euro brutto bleiben von 100 Euro mehr brutto ungefähr 48 bis 55 Euro netto übrig. Genaue Werte hängen von Steuerklasse, Kirchensteuerpflicht und KV-Status ab. Bei niedrigerem Einkommen bleibt prozentual etwas mehr, bei höherem Einkommen entsprechend weniger.

Wie viel sind 5% Gehaltserhöhung bei 3.000 Euro brutto?

5% von 3.000 Euro brutto sind 150 Euro brutto mehr im Monat. Netto bleiben davon in Steuerklasse I (keine Kirchensteuer, gesetzlich versichert) ca. 90 bis 100 Euro übrig. Auf das Jahr hochgerechnet ergibt das ein Netto-Plus von ca. 1.080 bis 1.200 Euro.

Wie viel sind 3% Lohnerhöhung?

Bei 3% Lohnerhöhung gilt die Daumenregel: Ungefähr die Hälfte des Brutto-Zuwachses bleibt netto übrig. Bei 3.000 Euro brutto sind das 90 Euro brutto mehr, netto ca. 45 bis 55 Euro. Bei 4.500 Euro brutto sind es 135 Euro brutto mehr, netto ca. 60 bis 70 Euro. Unter 3% liegt die Erhöhung zudem unterhalb der aktuellen Inflationsrate, sodass real keine Verbesserung entsteht.

Wann hat man Anspruch auf eine Gehaltserhöhung?

Einen gesetzlichen Anspruch auf eine Gehaltserhöhung gibt es in Deutschland grundsätzlich nicht, es sei denn, der Tarifvertrag sieht eine automatische Anpassung vor oder der Arbeitsvertrag enthält eine entsprechende Klausel. Außerhalb von Tarifverträgen ist eine Gehaltserhöhung immer Ergebnis einer Verhandlung.

Wie oft kann man eine Gehaltserhöhung verlangen?

Es gibt keine rechtliche Vorgabe. In der Praxis empfiehlt sich mindestens einmal jährlich, meist im Rahmen des Jahresgesprächs. Häufigere Anfragen können als aufdringlich wahrgenommen werden, wenn sie nicht durch klare Leistungsargumente untermauert sind.

Was passiert steuerlich bei einer Einmalzahlung vs. monatlicher Erhöhung?

Eine Einmalzahlung, zum Beispiel ein Bonus, wird im Auszahlungsmonat zusammen mit dem laufenden Gehalt besteuert. Das kann dazu führen, dass der Grenzsteuersatz in diesem Monat deutlich höher ausfällt als üblich. Über das Jahr betrachtet gleicht sich das mit der Steuererklärung aus, aber der sofortige Netto-Effekt einer Einmalzahlung ist oft kleiner als erwartet. Eine monatliche Erhöhung verteilt den Steuerbetrag gleichmäßig auf das Jahr.

Wie berechne ich meine Steuerklasse?

Deine Steuerklasse hängt von deinem Familienstand ab und wird bei der Anmeldung beim Finanzamt festgelegt. Ledig ist Klasse I, Verheiratete mit ähnlichen Einkommen wählen Klasse IV/IV, Verheiratete mit stark unterschiedlichen Einkommen entscheiden sich oft für III/V. Die aktuelle Steuerklasse steht auf deiner Lohnsteuerbescheinigung und in deinen monatlichen Lohnabrechnungen.

Lohnt sich eine Gehaltserhöhung wenn ich Kirchensteuer zahle?

Ja. Kirchensteuer berechnet sich als Zuschlag auf die Lohnsteuer (8 oder 9%) und verringert zwar den Netto-Betrag, macht eine Gehaltserhöhung aber nicht unwirtschaftlich. Du bekommst weiterhin mehr netto als vorher, nur etwas weniger als ohne Kirchensteuer. Wer beispielsweise 100 Euro mehr Lohnsteuer durch die Erhöhung zahlt, zahlt zusätzlich 8 bis 9 Euro Kirchensteuer mehr. Das Netto-Plus fällt trotzdem eindeutig positiv aus.

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