PayPal-Gebührenrechner

Mit unserem PayPal-Gebührenrechner siehst du sofort, wie viel PayPal bei einer Transaktion einbehält – und wie viel du verlangen musst, damit nach Abzug der Gebühren der gewünschte Betrag übrig bleibt. Kein Raten, kein Taschenrechner: Einfach Betrag eingeben und fertig.

Aktuelle PayPal-Gebühren in Deutschland (2026)

PayPal unterscheidet je nach Transaktionsart und Empfängerland. Diese Gebühren gelten für Konten in Deutschland.

Transaktionsart Gebühr Festgebühr (EUR)
Waren und Dienstleistungen (Inland) 2,49 % + 0,35 €
QR-Code-Zahlung (über 10,01 €) 0,50 % + 0,10 €
QR-Code-Zahlung (bis 10,00 €) 1,00 % + 0,05 €
Freunde und Familie (Inland, per Bankeinzug) 0,00 % 0,00 €
Freunde und Familie (International) 5,00 % min. 0,99 € / max. 3,99 €
Spenden (gemeinnützig) 1,49 % + 0,35 €

Käufer zahlen bei inländischen Transaktionen keine Gebühren – die Gebühren trägt der Verkäufer. Bei Währungsumrechnungen fällt zusätzlich ein Aufschlag von rund 3 % auf den Basiswechselkurs an.

Internationale Zahlungen: Zusatzgebühren nach Land

Bei Zahlungen aus dem Ausland kommen zum Inlandssatz Aufschläge je nach Herkunftsland des Senders hinzu.

Region / Land Zusatzgebühr zum Inlandssatz Gesamtgebühr (Beispiel)
EWR (EU, Norwegen, Island, Liechtenstein) +0,00 % 2,49 % + 0,35 €
Großbritannien +1,29 % 3,78 % + 0,35 €
USA und Kanada +1,99 % 4,48 % + 0,35 €
Alle anderen Länder +2,99 % 5,48 % + 0,35 €

Tipp: Wenn möglich, lass dich in EUR bezahlen, damit keine Währungsumrechnung beim Käufer anfällt – oder kalkuliere die 3%-Umrechnungsgebühr in deinen Preis ein.

Was kostet eine PayPal-Zahlung konkret?

Für Transaktionen im Inland gilt die Standard-Formel:

Gebühr = Betrag × 0,0249 + 0,35 €

  • 10 € Zahlung: 10 × 0,0249 + 0,35 = 0,249 + 0,35 = 0,60 € Gebühr → du erhältst 9,40 €
  • 50 € Zahlung: 50 × 0,0249 + 0,35 = 1,245 + 0,35 = 1,60 € → du erhältst 48,40 €
  • 200 € Zahlung: 200 × 0,0249 + 0,35 = 4,98 + 0,35 = 5,33 € → du erhältst 194,67 €
  • 500 € Zahlung: 500 × 0,0249 + 0,35 = 12,45 + 0,35 = 12,80 € → du erhältst 487,20 €

Bei kleinen Beträgen wirkt die Festgebühr von 0,35 € stark: Bei 2 € Zahlung macht die Festgebühr alleine 17,5 % aus. PayPal ist für Kleinstbeträge unter 5 € deshalb vergleichsweise teuer.

Wie berechne ich, wie viel ich verlangen muss?

Wenn du nach PayPal-Abzug genau 100 € erhalten willst, musst du mehr als 100 € verlangen. Einfach die Gebühren draufzuschlagen reicht nicht – die Gebühren beziehen sich auf den höheren Betrag, nicht auf die 100 €.

Korrekte Formel: Nettobetrag + Festgebühr) ÷ (1 − Prozentsatz/100)

Für 100 € Netto bei 2,49 % + 0,35 €: (100 + 0,35) ÷ (1 − 0,0249) = 100,35 ÷ 0,9751 = 102,91 €. Du musst also 102,91 € verlangen, damit 100 € bei dir ankommen.

Freunde und Familie vs. Waren und Dienstleistungen

Die Zahlung über “Freunde und Familie” ist kostenlos – für beide Seiten. Viele nutzen das deshalb auch für Käufe und Verkäufe. Das ist ein Fehler mit Konsequenzen.

Wann ist Freunde und Familie zulässig?

Ausschließlich für private Transfers zwischen Personen, die sich kennen: Geld zurückzahlen, Geschenke senden, gemeinsame Kosten teilen. PayPal verbietet ausdrücklich die Nutzung für den Kauf von Waren und Dienstleistungen.

Was verlierst du dabei?

Bei “Freunde und Familie” greift der PayPal-Käuferschutz nicht. Als Käufer hast du keine Möglichkeit, dein Geld zurückzufordern, wenn die Ware nicht ankommt oder nicht der Beschreibung entspricht. Verkäufer, die darauf bestehen, sind entweder unwissend oder absichtlich betrügerisch.

Gebühren bei eBay-Kleinanzeigen und privaten Verkäufen

Wer auf Kleinanzeigen-Plattformen privat verkauft, kann zwischen verschiedenen Zahlungsarten wählen.

  • PayPal Waren und Dienstleistungen: 2,49 % + 0,35 € beim Verkäufer; Käufer ist durch Käuferschutz geschützt
  • PayPal Freunde und Familie: Kostenlos, aber kein Käuferschutz – nur für Bekannte empfohlen
  • Banküberweisung: Kostenlos, kein Käuferschutz – bei Abholung sinnvoll
  • Klarna / Überweisung mit Käuferschutz (eBay-intern): Gebühren je nach Plattform

Für private Verkäufe bis 100 € ist die Festgebühr von 0,35 € verhältnismäßig hoch. Bei 20 € Verkaufspreis beträgt die Gebühr 0,35 + 0,498 = 0,85 €, also 4,2 % effektiv. Wer das vermeiden will, setzt auf Banküberweisung oder nutzt bei gegenseitigem Vertrauen Freunde und Familie.

PayPal-Gebühren steuerlich absetzen

Für Selbstständige und Unternehmer sind PayPal-Gebühren Betriebsausgaben und voll absetzbar. Die Gebühren erscheinen auf den PayPal-Kontoauszügen als einzelne Posten und können direkt in die Buchhaltung übernommen werden. Wichtig: PayPal stellt für jeden Abrechnungszeitraum einen Kontoauszug bereit, der als Beleg dient.

Häufige Fragen zum PayPal-Gebührenrechner

Wer zahlt die PayPal-Gebühren – Käufer oder Verkäufer?

Bei inländischen Zahlungen via “Waren und Dienstleistungen” zahlt der Verkäufer die Gebühren. Der Käufer zahlt in der Regel nichts extra – es sei denn, er initiiert eine Währungsumrechnung, dann greift der 3%-Aufschlag auf seinen Betrag.

Wie hoch sind PayPal-Gebühren bei kleinen Beträgen?

Bei kleinen Beträgen macht die Festgebühr von 0,35 € den Löwenanteil aus. Bei 5 € sind es insgesamt 0,47 € = 9,4 % effektive Gebührenquote. Bei 100 € sind es 2,84 €, also nur 2,84 %. Kleine Beträge über PayPal zu zahlen lohnt sich für Verkäufer kaum – außer sie erhöhen den Mindestbetrag oder bündeln mehrere Posten.

Gibt es kostenlose Alternativen zu PayPal?

Für rein private Transfers: Banküberweisung (SEPA, kostenlos, meist 1–2 Werktage) oder Instant-Transfer (kostenlos bei vielen Banken). Für Kleinunternehmer: Stripe (2,7 % + 0,25 € bei Kartenzahlungen) und Mollie (0,29 € + 1,8 % für EU-Karten) sind günstiger als PayPal bei größeren Volumen. Für Online-Käufer mit Käuferschutz-Bedarf bleibt PayPal die praktischste Option.

Was passiert, wenn der Käufer Fremdwährung sendet?

PayPal rechnet zum eigenen Wechselkurs um und schlägt rund 3 % auf den Basiswechselkurs auf. Als Verkäufer kannst du in deinen PayPal-Einstellungen festlegen, dass du nur in deiner Heimwährung empfangen willst – dann zahlt der Käufer die Umrechnungsgebühr. Alternativ akzeptierst du Fremdwährung und zahlst die Umrechnungsgebühr beim Auszahlen an deine Bank.

Wie sehe ich meine genauen PayPal-Gebühren?

In deinem PayPal-Konto unter Aktivitäten siehst du bei jeder Transaktion die exakte Gebühr als eigenen Posten. Für die Steuererklärung oder Buchhaltung kannst du den Kontoauszug als CSV oder PDF herunterladen, der alle Transaktionen mit Gebühren auflistet.

Wann lohnt sich PayPal für Verkäufer nicht?

Bei Beträgen unter 5 € ist die Festgebühr relativ hoch. Bei internationalen Käufern aus Nicht-EWR-Ländern (USA, UK, Rest der Welt) steigt die Gebühr auf 4–5,5 % plus Festgebühr. Für Abonnements und wiederkehrende Zahlungen bei kleinen Beträgen sind Alternativen wie SEPA-Lastschrift deutlich günstiger.