Sieben Vorlagen rund um das Girokonto, alle kostenlos und ohne Anmeldung. Die Briefe gibt es jeweils als PDF zum Ausdrucken und als Word-Datei zum Bearbeiten, das Haushaltsbuch zusätzlich als Excel-Tabelle mit fertigen Formeln. Jede Vorlage nennt die Rechtsgrundlage, auf die sie sich stützt, damit du im Zweifel nachlesen kannst.
Girokonto kündigen
Kündigungsschreiben mit Feldern für IBAN, Zielkonto für ein Restguthaben und die Bitte um eine schriftliche Bestätigung mit Schließungsdatum.
Neue Bankverbindung mitteilen
Musterschreiben für Arbeitgeber, Vermieter und Anbieter, dazu eine Checkliste mit 16 Stellen, die deine neue IBAN brauchen.
Haushaltsbuch
Einnahmen, Fixkosten und Alltagsausgaben je in den Spalten Geplant und Tatsächlich. Die Excel-Datei rechnet Summen, Überschuss und Sparquote automatisch.
Lastschrift zurückholen
Zwei Schreiben in einer Datei: für eine Lastschrift mit Mandat innerhalb der Acht-Wochen-Frist und für eine Abbuchung, der du nie zugestimmt hast.
Kontovollmacht
Vollmacht für ein einzelnes Konto, mit Umfang, Ausschlüssen und der Geltung über den Tod hinaus nach § 672 BGB.
SEPA-Lastschriftmandat
Mandatsformular mit allen Pflichtangaben: Gläubiger-Identifikationsnummer, Mandatsreferenz, IBAN und dem vorgeschriebenen Autorisierungstext.
Darlehensvertrag unter Privatpersonen
Acht Paragrafen für Geld, das im Familien- oder Freundeskreis verliehen wird, inklusive Verzug, vorzeitiger Rückzahlung und Steuerhinweis.
Welche Vorlage brauchst du wann?
Die meisten Konto-Angelegenheiten scheitern nicht am Formular, sondern an der Reihenfolge. Beim Kontowechsel etwa ist das Kündigungsschreiben der letzte Schritt, nicht der erste: Erst läuft das neue Konto, dann kennen alle Zahlungspartner die neue IBAN, und erst dann wird das alte Konto geschlossen. Wer umgekehrt vorgeht, riskiert geplatzte Lastschriften und Rücklastschriftgebühren.
- Du wechselst die Bank: zuerst die Mitteilung der neuen Bankverbindung an alle Zahlungspartner, danach das Kündigungsschreiben.
- Eine Abbuchung stimmt nicht: das Erstattungsschreiben, und zwar im Blick auf die Frist. Bei einer Lastschrift mit Mandat hast du acht Wochen ab Belastung.
- Jemand soll auf dein Konto zugreifen können: die Kontovollmacht, aber erst nach einem Anruf bei der Bank, denn viele Institute akzeptieren nur ihr eigenes Formular.
- Du verleihst Geld in der Familie: der Darlehensvertrag, bargeldlos ausgezahlt, damit die Zahlung später belegbar ist.
- Du willst wissen, wohin das Geld geht: das Haushaltsbuch, am besten drei Monate am Stück, weil ein einzelner Monat selten typisch ist.
Warum PDF und Word getrennt?
Das PDF ist gesetzt und sieht auf Papier so aus, wie es soll. Wenn du das Schreiben aber am Rechner ausfüllen, einen Absatz streichen oder deine Anschrift einmal hinterlegen willst, ist die Word-Datei der bessere Ausgangspunkt. Sie enthält Platzhalter in eckigen Klammern, die du einfach überschreibst. Beide Fassungen haben denselben Text und dieselben Rechtsgrundlagen.
Wie verbindlich sind die Vorlagen?
Sie sind Formulierungshilfen, keine Rechtsberatung. Für die häufigen Fälle reichen sie: Eine Kontokündigung braucht keine besondere Form, und ein Erstattungsverlangen auch nicht. Sobald es aber um größere Beträge, um Erbfälle oder um einen laufenden Streit mit der Bank geht, lohnt der Gang zur Verbraucherzentrale oder zur Rechtsberatung. Die Rechtsgrundlagen stehen in jeder Vorlage unten, damit du die Paragrafen selbst nachschlagen kannst.
Was du beim Verschicken beachten solltest
- Schicke Kündigungen und Widersprüche per Einschreiben, wenn es auf den Nachweis ankommt. Eine E-Mail ist bequemer, aber im Streitfall schwerer zu belegen.
- Notiere dir das Absendedatum. Bei der Lastschrift-Erstattung zählt die Acht-Wochen-Frist ab dem Belastungstag, nicht ab dem Tag, an dem du es bemerkst.
- Verlange immer eine schriftliche Bestätigung mit Datum. Ohne sie weißt du nicht, ob und wann dein Anliegen wirksam geworden ist.
- Bewahre eine Kopie auf. Bei Verträgen wie dem Darlehen bekommt jede Partei eine unterschriebene Ausfertigung.