Mit unserem Rentenlücke-Rechner siehst du sofort, wie groß die Lücke zwischen deiner gewünschten Rente und deiner tatsächlichen Rentenerwartung ist und welche monatliche Sparrate dich ans Ziel bringt. Gib dein Wunscheinkommen im Ruhestand, deine erwartete gesetzliche Rente und die Jahre bis zum Ruhestand ein — der Rechner zeigt dir Lücke, Zielvermögen und Sparrate in Echtzeit.
Rente
Der Rechner für die Rentenlücke zeigt dir, wie groß die monatliche Versorgungslücke und das nötige Zielkapital sind.
Steuern im Ruhestand, Inflation, Pflegekosten und künftige Rentenanpassungen können die tatsächliche Lücke deutlich verändern.
Trage deine Werte ein und starte die Berechnung.
Was berechnet der Rentenlücke berechnen?
Der Rechner zur Rentenlücke berechnet die Differenz zwischen deinem gewünschten Ruhestandseinkommen und deiner erwarteten gesetzlichen oder betrieblichen Rente.
Welche Eingaben braucht der Rentenlücke berechnen?
Für eine sinnvolle Berechnung brauchst du Gewünschtes Einkommen im Ruhestand, Erwartete Rente, Jahre bis zum Ruhestand, Bereits vorhandenes Kapital, Erwartete Rendite und Entnahmerate. Der Rechner setzt diese Angaben in eine strukturierte Rechenlogik um und zeigt dir direkt das Ergebnis.
Wenn du realistische Vergleichswerte eingibst, wird die Schätzung deutlich belastbarer. Für Szenarien lohnt es sich, mit mehreren Varianten zu rechnen und die Ergebnisse direkt nebeneinander zu halten.
Wie rechnet der Rentenlücke berechnen?
Zuerst wird die monatliche Lücke ermittelt. Daraus werden Jahreslücke, benötigtes Kapital und eine mögliche monatliche Sparrate bis zum Ruhestand abgeleitet.
Welche Faktoren beeinflussen das Ergebnis im Rentenlücke berechnen?
Diese Werte verschieben das Ergebnis am stärksten. Wenn du nur wenige Eingaben anpassen willst, solltest du mit diesen Faktoren beginnen.
- Gewünschtes Ruhestandseinkommen
- Erwartete Rente
- Jahre bis zur Rente
- Rendite und Entnahmerate
Wann ist der Rentenlücke berechnen sinnvoll?
Der Rechner ist sinnvoll, wenn du Altersvorsorge planst und aus einer Zielgröße konkrete Sparbeträge ableiten möchtest.
Welche Grenzen hat der Rentenlücke berechnen?
Steuern im Ruhestand, Inflation, Pflegekosten und künftige Rentenanpassungen können die tatsächliche Lücke deutlich verändern.
Worauf solltest du beim Rentenlücke berechnen besonders achten?
Warum ist die Rentenlücke oft größer als gedacht?
Viele Menschen vergleichen ihr heutiges Netto mit einer späteren Bruttorente. Wenn dann noch Inflation und zusätzliche Gesundheitskosten hinzukommen, fällt die Versorgungslücke schnell deutlich größer aus.
Was bringt die Sparrate in diesem Rechner konkret?
Der Rechner leitet aus deiner geschätzten Lücke ein Zielkapital ab und zeigt, welche monatliche Sparrate unter deinen Renditeannahmen nötig sein kann. So wird aus einer abstrakten Lücke ein praktischer Handlungswert.
Welche Fragen sind beim Rentenlücke berechnen am häufigsten?
Wie genau ist der Rentenlücke berechnen?
Steuern im Ruhestand, Inflation, Pflegekosten und künftige Rentenanpassungen können die tatsächliche Lücke deutlich verändern.
Welche Eingaben sind beim Rentenlücke berechnen am wichtigsten?
Die wichtigsten Stellschrauben sind Gewünschtes Ruhestandseinkommen, Erwartete Rente, Jahre bis zur Rente, Rendite und Entnahmerate. Schon kleine Änderungen bei diesen Werten können das Ergebnis spürbar verschieben.
Wann lohnt sich der Rentenlücke berechnen besonders?
Der Rechner ist sinnvoll, wenn du Altersvorsorge planst und aus einer Zielgröße konkrete Sparbeträge ableiten möchtest.
Sollte ich bei der Rentenlücke mit oder ohne Inflation rechnen?
Für eine realistische Planung ist es meist sinnvoll, Inflation zumindest gedanklich mitzudenken. Sonst wirkt die spätere Kaufkraft deiner Zielrente oft zu optimistisch.
Welche Rechner passen thematisch dazu?
Diese Rechner greifen eng verwandte Fragen auf und helfen dir dabei, Folgeberechnungen direkt im selben Themenfeld anzuschließen.
Wie funktioniert der Rentenlücke-Rechner?
Der Rechner verknüpft sechs Eingabewerte zu einem konkreten Handlungswert: deiner monatlichen Sparrate. Hier erklärt, was hinter jedem Feld steckt.
Gewünschtes Einkommen im Ruhestand
Trag den Nettobetrag ein, den du im Ruhestand monatlich zur Verfügung haben möchtest. Als Ausgangspunkt gilt oft das aktuelle Nettoeinkommen minus berufsbedingte Kosten (Fahrtkosten, Berufskleidung) plus mögliche Mehrausgaben für Gesundheit und Freizeit. Viele Finanzplaner empfehlen 70 bis 90 Prozent des letzten Nettoeinkommens als Zielgröße.
Erwartete gesetzliche Rente
Hier gibst du deine voraussichtliche monatliche Bruttorente ein. Den aktuellen Stand findest du in deiner jährlichen Renteninformation, die die Deutsche Rentenversicherung automatisch zusendet, oder jederzeit in der digitalen Rentenübersicht unter rentenübersicht.de. Trag den Wert als Bruttoangabe ein — der Rechner arbeitet mit Bruttobeträgen.
Jahre bis zum Ruhestand
Die Zeit bis zum Renteneintritt bestimmt, wie lange dein Kapital wachsen kann. Wer mit 35 Jahren anfängt zu sparen und mit 67 in Rente geht, hat 32 Jahre Anlagehorizont. Auch kleine monatliche Beträge wachsen durch den Zinseszinseffekt über diesen Zeitraum erheblich.
Bereits vorhandenes Kapital
Hast du bereits Ersparnisse, ein ETF-Depot oder eine Kapitallebensversicherung aufgebaut, trag den aktuellen Wert hier ein. Der Rechner berücksichtigt dieses Startkapital und zeigt dir, wie viel weniger du monatlich sparen musst.
Erwartete Rendite
Die angenommene jährliche Rendite deiner Geldanlage. Für ein breit gestreutes ETF-Portfolio auf Basis des MSCI World werden langfristig 6 bis 7 Prozent pro Jahr angesetzt — nach historischen Daten ein realistischer Mittelwert über Zeiträume von 20 Jahren oder mehr. Konservativere Anlagen wie Tagesgeld oder Anleihen liegen deutlich darunter.
Entnahmerate
Die Entnahmerate gibt an, welchen Prozentsatz deines Kapitals du im Ruhestand jährlich entnimmst. Die sogenannte 4-Prozent-Regel besagt, dass ein Portfolio bei 4 Prozent jährlicher Entnahme statistisch 30 Jahre oder länger besteht. Wählst du eine niedrigere Rate (z. B. 3 Prozent), wächst dein Kapital trotz Entnahmen weiter — das ist das Modell des Kapitalerhalts. Bei 4 Prozent oder mehr arbeitest du mit Kapitalverzehr: das Kapital wird über die Ruhestandsdauer aufgebraucht.
Was ist die Rentenlücke?

Die Rentenlücke — auch Versorgungslücke genannt — bezeichnet die Differenz zwischen dem Einkommen, das du im Ruhestand benötigst, und dem Betrag, den du tatsächlich aus der gesetzlichen Rente erhältst. Sie entsteht, weil die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland keine vollständige Einkommensersicherung ist, sondern eine Grundabsicherung im Alter.
Formel: Rentenlücke (monatlich) = Gewünschtes Ruhestandseinkommen – Erwartete gesetzliche Rente
Das Standardrentenniveau in Deutschland liegt bei rund 48 Prozent des Durchschnittslohns (Stand 2026). Das bedeutet: Wer heute 3.000 Euro netto verdient, erhält im Durchschnitt nur rund 1.440 Euro gesetzliche Rente. Die monatliche Lücke beträgt dann 1.560 Euro — sofern der Lebensstandard erhalten bleiben soll.
Hinzu kommt die steigende Lebenserwartung: Je länger der Ruhestand dauert, desto mehr Kapital wird benötigt, um die Lücke zu schließen. Und Inflation nagt an der Kaufkraft: Was heute 1.560 Euro kostet, kostet in 30 Jahren bei 2 Prozent Inflation rund 2.800 Euro.
Rentenlücke berechnen: Schritt für Schritt
Schritt 1: Ruhestandsbedarf ermitteln
Schätze, wie viel Geld du monatlich im Ruhestand brauchst. Berücksichtige: Miete oder abbezahltes Wohneigentum, laufende Lebenshaltungskosten, Gesundheitskosten (steigen mit dem Alter), Freizeit und Reisen, eventuelle Pflegekosten.
Als Daumenregel gilt: 70 bis 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens — wer gut vorsorgt oder mietfrei lebt, kommt oft auch mit weniger aus.
Schritt 2: Gesetzliche Rente schätzen
Die Deutsche Rentenversicherung schickt dir ab dem 27. Lebensjahr jährlich eine Renteninformation. Darin steht dein aktueller Rentenanspruch als Hochrechnung. Alternativ kannst du die digitale Rentenübersicht unter rentenübersicht.de nutzen — dort werden auch betriebliche und private Rentenansprüche zusammengeführt.
Wichtig: Trag den Bruttorentenanspruch ein. Nach Abzug von Krankenversicherungsbeiträgen und — je nach Gesamteinkommen — Steuern bleibt netto weniger übrig.
Schritt 3: Lücke und Zielvermögen berechnen
Aus der monatlichen Lücke und dem Planungshorizont (Lebenserwartung minus Renteneintrittsalter) ergibt sich das Zielvermögen. Mit der Entnahmerate wird berechnet, wie viel Kapital du bis zum Renteneintritt aufgebaut haben musst.
Formel (vereinfacht): Zielvermögen = (Jährliche Lücke) / Entnahmerate
Bei einer monatlichen Lücke von 600 Euro (7.200 Euro/Jahr) und einer Entnahmerate von 4 Prozent: Zielvermögen = 7.200 / 0,04 = 180.000 Euro.
Schritt 4: Monatliche Sparrate ableiten
Aus Zielvermögen, Jahren bis zur Rente, bereits vorhandenem Kapital und erwarteter Rendite berechnet der Rechner die notwendige monatliche Sparrate. Je früher du anfängst, desto kleiner die Sparrate — der Zinseszinseffekt arbeitet für dich.
Beispielrechnung Rentenlücke 2026
Persona: Max, 35 Jahre, Jahresbrutto 45.000 Euro, angestellt. Zielrente: 2.200 Euro netto/Monat.
| Eingabe | Wert |
|---|---|
| Gewünschtes Einkommen im Ruhestand | 2.200 €/Monat |
| Erwartete gesetzliche Rente (brutto) | 1.600 €/Monat |
| Jahre bis zum Ruhestand | 32 (Rente mit 67) |
| Bereits vorhandenes Kapital | 15.000 € |
| Erwartete Rendite | 6 % p.a. |
| Entnahmerate | 4 % |
Ergebnisse:
| Ergebnis | Wert |
|---|---|
| Monatliche Rentenlücke | 600 €/Monat |
| Jährliche Lücke | 7.200 € |
| Benötigtes Zielvermögen | 180.000 € |
| Monatliche Sparrate ab heute | ca. 195 €/Monat |
Interpretation: Max muss bei 6 Prozent Rendite und 32 Jahren Anlagezeit rund 195 Euro pro Monat sparen, um seine Versorgungslücke zu schließen. Würde er erst mit 45 Jahren anfangen, stiege die notwendige Sparrate auf rund 400 Euro — die Hälfte der Zeit bleibt, der Zinseszinseffekt greift viel schwächer.
Rentenlücke Tabelle: Typische Szenarien 2026
Die folgende Tabelle zeigt, wie Lücke und Zielvermögen bei verschiedenen Einkommens- und Wunschrenten-Kombinationen ausfallen (Annahme: Renteneintritt mit 67, Entnahmerate 4 %, Rendite 6 % p.a.):
| Nettoeinkommen heute | Zielrente | Erwartete GRV | Monatliche Lücke | Zielvermögen |
|---|---|---|---|---|
| 2.000 € | 1.600 € | 1.200 € | 400 € | 120.000 € |
| 2.500 € | 2.000 € | 1.400 € | 600 € | 180.000 € |
| 3.000 € | 2.400 € | 1.600 € | 800 € | 240.000 € |
| 4.000 € | 3.000 € | 1.800 € | 1.200 € | 360.000 € |
| 5.000 € | 3.500 € | 2.000 € | 1.500 € | 450.000 € |
| 6.000 € | 4.000 € | 2.100 € | 1.900 € | 570.000 € |
Diese Zahlen sind Richtwerte. Die tatsächliche gesetzliche Rente hängt von deiner individuellen Erwerbsbiografie, Kindererziehungszeiten und künftigen Rentenanpassungen ab.
Gender Pension Gap: Warum Frauen eine größere Rentenlücke haben

Frauen erhalten in Deutschland durchschnittlich rund 24 Prozent weniger Rente als Männer. Dieser Unterschied — der sogenannte Gender Pension Gap — entsteht aus mehreren Ursachen, die sich über Jahrzehnte akkumulieren.
Ursachen des Gender Pension Gap:
- Teilzeitarbeit: Frauen sind häufiger in Teilzeit beschäftigt, oft wegen Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen. Weniger Arbeitsstunden bedeuten weniger beitragspflichtiges Einkommen und damit weniger Entgeltpunkte.
- Karriereunterbrechungen: Elternzeit und Pflegezeiten unterbrechen die Erwerbsbiografie. Kindererziehungszeiten werden von der Deutschen Rentenversicherung zwar angerechnet (3 Entgeltpunkte je Kind ab 1992 Geburtsjahrgang), gleichen die tatsächliche Lücke aber oft nicht vollständig aus.
- Gehaltsunterschied: Der sogenannte Gender Pay Gap (rund 18 Prozent, Stand 2026) schlägt sich direkt in niedrigere Rentenpunkte um.
- Jobsegregierung: Frauen sind überproportional in Branchen vertreten, die traditionell niedrigere Löhne zahlen.
Was Frauen konkret tun können:
Privat vorsorgen ist für Frauen noch wichtiger als für Männer. Wer frühzeitig in einen breit gestreuten ETF-Sparplan einzahlt, kann den Rückstand durch den Zinseszinseffekt zumindest teilweise ausgleichen. Auch das bewusste Verhandeln von Teilzeitmodellen mit Gehaltsstaffelung kann helfen — ebenso wie das frühzeitige Aufstocken freiwilliger Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung.
Wie lange muss das Kapital reichen? Lebenserwartung einplanen
Ein häufiger Fehler bei der Altersvorsorgeplanung: zu kurz planen. Die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland liegt für heute 65-Jährige bei rund 85 bis 87 Jahren. Aber “durchschnittlich” bedeutet: die Hälfte lebt länger.
Empfehlung von Finanzplanern: Plane bis zum Alter von 95 bis 100 Jahren. Das klingt übertrieben, ist aber die konservative Schutzannahme: Wer mit 67 in Rente geht und bis 100 lebt, hat einen 33-jährigen Ruhestand zu finanzieren.
Wie beeinflusst der Planungshorizont das Zielvermögen?
| Geplantes Lebensalter | Ruhestandsdauer (ab 67) | Zielvermögen bei 600 €/Monat Lücke* |
|---|---|---|
| 85 Jahre | 18 Jahre | ca. 120.000 € |
| 90 Jahre | 23 Jahre | ca. 150.000 € |
| 95 Jahre | 28 Jahre | ca. 165.000 € |
| 100 Jahre | 33 Jahre | ca. 175.000 € |
*Vereinfacht, ohne Kapitalverzehrs-Kalkulation, nur als Orientierung.
Der Unterschied ist geringer als erwartet, weil bei längerer Laufzeit das verbliebene Kapital weiter Rendite erwirtschaftet. Die 4-Prozent-Regel berücksichtigt bereits einen Puffer für 30-jährige Ruhestandsdauer.
Rentenlücke schließen: Die wichtigsten Optionen

Wer seine Rentenlücke kennt, kann gezielt gegensteuern. Diese fünf Wege sind die wichtigsten.
ETF-Sparplan — die renditestärkste Option für die meisten
Ein breit gestreutes ETF-Portfolio auf Basis globaler Aktienindizes (z. B. MSCI World, FTSE All World) hat langfristig die höchsten Renditeerwartungen aller Sparformen. Historisch lagen die jährlichen Renditen bei 7 bis 9 Prozent nominell, nach Inflation bei rund 5 bis 6 Prozent. Entscheidend: lange Anlagehorizonte und günstige Kostenstruktur (TER unter 0,3 Prozent).
ETF-Sparpläne sind flexibel, transparent und staatlich nicht subventioniert — das bedeutet aber auch: volle Steuerfreiheit beim Sparen, Besteuerung erst bei der Entnahme (Abgeltungssteuer 25 Prozent auf Gewinne).
Betriebliche Altersvorsorge (bAV)
Bei der bAV wandelst du Teile deines Bruttogehalts in Altersvorsorgebeiträge um (Entgeltumwandlung). Der steuerliche Vorteil: Beiträge bis 3.624 Euro jährlich (Stand 2026, 8 % der Beitragsbemessungsgrenze) sind sozialabgabenfrei, bis 7.248 Euro steuerfrei. Viele Arbeitgeber schießen zusätzlich mindestens 15 Prozent zu (gesetzliche Pflicht bei Neuverträgen).
Nachteil: bAV-Leistungen sind im Rentenalter voll steuerpflichtig und mindern GKV-Beiträge, sofern du als Rentner gesetzlich versichert bleibst.
Riester-Rente
Die Riester-Rente wird staatlich gefördert mit Grundzulage (175 Euro/Jahr) und Kinderzulage (185 bis 300 Euro/Kind/Jahr). Effektiv interessant vor allem für Familien mit mehreren Kindern und Geringverdiener, weil die Zulagen relativ zur Beitragshöhe hoch ausfallen.
Einschränkung: Die Rentenauszahlung ist lebenslang garantiert, aber Flexibilität und Rendite liegen meist unter einem vergleichbaren ETF-Sparplan. Zudem wird die Riester-Rente im Alter auf Grundsicherungsleistungen angerechnet — relevant für Menschen mit sehr niedriger gesetzlicher Rente.
Basisrente / Rürup-Rente
Die Basisrente ist vor allem für Selbstständige interessant, die nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Beiträge sind bis zu 29.344 Euro im Jahr (Stand 2026, Alleinstehende) steuerlich absetzbar. Die Auszahlungen unterliegen der nachgelagerten Besteuerung.
Nachteil: Das Kapital ist nicht vererbbar, nicht beleihbar und nicht kündbar — nur für die Rentenphase geeignet.
Private Rentenversicherung
Klassische private Rentenversicherungen bieten eine lebenslange Garantieleistung, sind aber in der Niedrigzinsphase stark unter Druck geraten. Fondsgebundene Rentenversicherungen kombinieren Versicherungsschutz mit Fonds-Investition, haben aber meist höhere Kosten als ein direkter ETF-Sparplan. Sie eignen sich vor allem für Menschen, die eine lebenslange Rentengarantie wünschen und bereit sind, dafür auf Rendite zu verzichten.
Rentenlücke für Selbstständige
Selbstständige sind in Deutschland — mit Ausnahme bestimmter Berufsgruppen — nicht pflichtversichert in der gesetzlichen Rentenversicherung. Das bedeutet: keine automatisch anwachsenden Rentenansprüche, keine Renteninformation, keine Rentenformel als Orientierung.
Besonderheiten für Selbstständige:
- Der Rentenlücke-Rechner bleibt nutzbar: Trag als “erwartete Rente” null Euro (oder nur Ansprüche aus früherer Angestelltentätigkeit) ein.
- Das Zielvermögen liegt für Selbstständige typischerweise deutlich höher, da die gesamte Altersversorgung privat aufgebaut werden muss.
- Die Basisrente (Rürup-Rente) ist das einzige staatlich geförderte Vorsorgeprodukt mit vollem Steuerabzug für Selbstständige.
- Freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung sind möglich und können für Selbstständige mit langer Erwerbsbiografie sinnvoll sein.
- Manche Freiberufler sind über Versorgungswerke pflichtversichert (Ärzte, Rechtsanwälte, Architekten, Steuerberater) — dann gilt die Renteninformation des Versorgungswerks als Ausgangswert.
Häufig gestellte Fragen zum Rentenlücke-Rechner
Was ist eine typische Rentenlücke in Deutschland?
Für einen Durchschnittsverdiener mit einem Nettoeinkommen von rund 2.500 Euro liegt die monatliche Rentenlücke häufig zwischen 600 und 900 Euro — je nach Wunschrente und tatsächlichem Rentenanspruch. Das Standardrentenniveau beträgt nur rund 48 Prozent des Durchschnittslohns, was bedeutet, dass die gesetzliche Rente allein für die meisten Arbeitnehmer nicht ausreicht, um den Lebensstandard zu halten.
Ab wann sollte ich die Rentenlücke schließen?
Je früher, desto besser — der Zinseszinseffekt ist der mächtigste Hebel. Wer mit 25 Jahren anfängt, 100 Euro monatlich in einen ETF-Sparplan zu investieren, hat mit 67 Jahren bei 6 Prozent Rendite rund 196.000 Euro angespart. Wer erst mit 45 Jahren beginnt, braucht dafür über 400 Euro monatlich. Idealerweise fängt man mit dem ersten Gehalt an, auch wenn es zunächst nur kleine Beträge sind.
Wie viel muss ich monatlich sparen, um die Rentenlücke zu schließen?
Das hängt von deiner persönlichen Lücke, dem Zeithorizont und der Renditeerwartung ab — nutze dafür den Rechner oben. Als grobe Orientierung gilt: Rund 10 bis 15 Prozent des Nettoeinkommens monatlich in die Altersvorsorge stecken. Wer 2.500 Euro netto verdient, sollte zwischen 250 und 375 Euro monatlich für die Altersvorsorge einplanen.
Was bedeutet Kapitalverzehr und Kapitalerhalt?
Beim Kapitalverzehr entnimmst du im Ruhestand sowohl die Rendite als auch Teile des angesparten Kapitals. Das Kapital wird bis zum Ende der Ruhestandsdauer aufgebraucht. Der Vorteil: Du benötigst ein niedrigeres Zielvermögen. Das Risiko: Lebst du länger als geplant, reicht das Geld möglicherweise nicht.
Beim Kapitalerhalt entnimmst du im Ruhestand nur die laufende Rendite. Das Kapital bleibt erhalten und kann vererbt werden. Der Nachteil: Du brauchst ein deutlich höheres Zielvermögen. Die 3-Prozent-Entnahmerate entspricht ungefähr dem Kapitalerhalt-Modell bei einem langfristigen Aktienportfolio.
Kann die Riester-Rente die Rentenlücke vollständig schließen?
In den meisten Fällen nein. Die Riester-Förderung ist sinnvoll als Ergänzung, aber die Auszahlungsbeträge sind für viele Sparer zu gering, um eine Rentenlücke von mehreren Hundert Euro monatlich vollständig zu schließen. Für Familien mit mehreren Kindern ist die Riester-Rente wegen der hohen Kinderzulagen vergleichsweise attraktiv. Für die meisten anderen Sparer ist ein ETF-Sparplan die renditestärkere und flexiblere Alternative.