Mit unserem Krankengeld-Rechner berechnest du schnell, wie viel Krankengeld du bei längerer Arbeitsunfähigkeit erhältst. Gib dein Bruttogehalt und deine Krankenversicherung ein – der Rechner zeigt dir deinen monatlichen Krankengeldanspruch und die maximale Bezugsdauer auf einen Blick.
Steuern & Sozialabgaben
Der Krankengeld-Rechner schätzt dein Krankengeld aus regelmäßigem Brutto und Netto mit den üblichen Grenzen.
Einmalzahlungen, exakte Tageswerte, private Krankenversicherung und Sonderfälle werden nicht vollständig abgebildet. Die Krankenkasse rechnet verbindlich.
Trage deine Werte ein und starte die Berechnung.
Was berechnet der Krankengeld-Rechner?
Der Krankengeld-Rechner berechnet dein voraussichtliches Krankengeld aus 70 Prozent des beitragspflichtigen Bruttos, begrenzt auf 90 Prozent deines Nettoverdienstes.
Welche Eingaben braucht der Krankengeld-Rechner?
Für eine sinnvolle Berechnung brauchst du Regelmäßiges Brutto pro Monat, Regelmäßiges Netto pro Monat und Kinder unter 25. Der Rechner setzt diese Angaben in eine strukturierte Rechenlogik um und zeigt dir direkt das Ergebnis.
Wenn du realistische Vergleichswerte eingibst, wird die Schätzung deutlich belastbarer. Für Szenarien lohnt es sich, mit mehreren Varianten zu rechnen und die Ergebnisse direkt nebeneinander zu halten.
Wie rechnet der Krankengeld-Rechner?
Grundlage ist der niedrigere Wert aus 70 Prozent des regelmäßigen beitragspflichtigen Bruttos und 90 Prozent des Nettoverdienstes. Zusätzlich wird eine grobe Auszahlung nach typischen Sozialabzügen auf das Krankengeld geschätzt.
Welche Faktoren beeinflussen das Ergebnis im Krankengeld-Rechner?
Diese Werte verschieben das Ergebnis am stärksten. Wenn du nur wenige Eingaben anpassen willst, solltest du mit diesen Faktoren beginnen.
- Regelmäßiges Brutto
- Regelmäßiges Netto
- Kinder in der Pflegeversicherung
Wann ist der Krankengeld-Rechner sinnvoll?
Der Rechner ist sinnvoll für Rücklagenplanung bei längerer Krankheit oder zur groben Orientierung vor dem Krankengeldbezug.
Welche Grenzen hat der Krankengeld-Rechner?
Einmalzahlungen, exakte Tageswerte, private Krankenversicherung und Sonderfälle werden nicht vollständig abgebildet. Die Krankenkasse rechnet verbindlich.
Worauf solltest du beim Krankengeld-Rechner besonders achten?
Stand 8. März 2026: Für die Obergrenze zählt in der gesetzlichen Krankenversicherung nur das beitragspflichtige Entgelt bis zur Beitragsbemessungsgrenze.
Warum ist das ausgezahlte Krankengeld niedriger als 70 Prozent vom Brutto?
Schon die Grundformel ist auf 90 Prozent des Nettoverdienstes gedeckelt. Zusätzlich gehen vom Krankengeld in vielen Fällen noch Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung ab.
Warum sollte man beim Krankengeld nicht nur auf den Bruttowert schauen?
Für die private Finanzplanung zählt vor allem, was nach den typischen Abzügen tatsächlich auf dem Konto landet. Genau deshalb ist die grobe Nettoauszahlung oft hilfreicher als der reine Rechenwert vor Abzügen.
Welche Fragen sind beim Krankengeld-Rechner am häufigsten?
Wie genau ist der Krankengeld-Rechner?
Einmalzahlungen, exakte Tageswerte, private Krankenversicherung und Sonderfälle werden nicht vollständig abgebildet. Die Krankenkasse rechnet verbindlich.
Welche Eingaben sind beim Krankengeld-Rechner am wichtigsten?
Die wichtigsten Stellschrauben sind Regelmäßiges Brutto, Regelmäßiges Netto, Kinder in der Pflegeversicherung. Schon kleine Änderungen bei diesen Werten können das Ergebnis spürbar verschieben.
Wann lohnt sich der Krankengeld-Rechner besonders?
Der Rechner ist sinnvoll für Rücklagenplanung bei längerer Krankheit oder zur groben Orientierung vor dem Krankengeldbezug.
Ab wann wird Krankengeld typischerweise relevant?
Meist erst nach dem Ende der Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber. Für längere Krankheitsphasen ist die Schätzung deshalb besonders nützlich, um Rücklagen und laufende Kosten zu planen.
Welche Rechner passen thematisch dazu?
Diese Rechner greifen eng verwandte Fragen auf und helfen dir dabei, Folgeberechnungen direkt im selben Themenfeld anzuschließen.
Was ist Krankengeld?
Krankengeld ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), die Arbeitnehmer erhalten, wenn sie länger als sechs Wochen arbeitsunfähig erkrankt sind. In den ersten sechs Wochen zahlt der Arbeitgeber die Lohnfortzahlung in voller Höhe. Ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit springt die Krankenkasse ein und zahlt Krankengeld – maximal 78 Wochen pro Erkrankung innerhalb von drei Jahren.
Wer hat Anspruch auf Krankengeld?
Anspruch auf Krankengeld haben alle gesetzlich versicherten Arbeitnehmer, die wegen Krankheit arbeitsunfähig sind. Voraussetzung ist eine ärztliche Krankschreibung (AU-Bescheinigung). Privat Versicherte, Beamte und Selbstständige erhalten kein gesetzliches Krankengeld – sie müssen sich privat absichern (Krankentagegeldversicherung). Minijobber haben grundsätzlich keinen Krankengeldanspruch, weil sie keine Beiträge zur Krankenversicherung zahlen.
Wann beginnt das Krankengeld?
Das Krankengeld beginnt, sobald die Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber endet, also in der Regel ab dem 43. Krankheitstag. Der Arbeitgeber ist gesetzlich verpflichtet, für die ersten sechs Wochen (42 Tage) einer Erkrankung den vollen Lohn weiterzuzahlen. Besteht kein Anspruch auf Lohnfortzahlung – etwa bei selbstständigen nebenberuflichen Tätigkeiten – kann Krankengeld bereits ab dem dritten Krankheitstag gezahlt werden.
Krankengeld berechnen: Formel und Beispiele
Das Krankengeld berechnet sich aus dem Regelentgelt, also dem durchschnittlichen Bruttoarbeitsentgelt der letzten vier Wochen vor der Arbeitsunfähigkeit. Das folgende Diagramm zeigt das monatliche Krankengeld netto bei verschiedenen Bruttogehältern 2026.

Berechnungsformel
Das Krankengeld betraegt 70 Prozent des Bruttoarbeitsentgelts, hoechstens jedoch 90 Prozent des Nettoarbeitsentgelts. Massgeblich ist das Regelentgelt, das aus den letzten vier Abrechungswochen (vier Wochen oder einem Monat) errechnet wird.
Schritt 1: Bruttogehalt der letzten vier Wochen / 28 = taegliches Regelentgelt
Schritt 2: Taegliches Krankengeld brutto = Regelentgelt x 70 % (maximal 90 % Netto)
Schritt 3: Taegliches Krankengeld netto = brutto minus Sozialversicherungsbeitraege (ca. 11 %)
Schritt 4: Monatliches Krankengeld = taegliches Krankengeld netto x 30
Maximales Krankengeld 2026
Das Krankengeld ist nach oben begrenzt. Die Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung liegt 2026 bei 5.512,50 Euro/Monat. Das maximale taegliche Krankengeld brutto betraegt daher: 5.512,50 Euro / 30 Tage x 70 % = 128,63 Euro/Tag. Das maximale taegliche Krankengeld netto (nach Abzug von ca. 11 % Sozialversicherung) liegt bei rund 114 Euro/Tag oder rund 3.421 Euro/Monat.

Beispielrechnung
| Schritt | Beispiel: 4.000 Euro Brutto/Monat | Ergebnis |
|---|---|---|
| Regelentgelt/Tag | 4.000 / 30 | 133,33 Euro/Tag |
| Krankengeld brutto/Tag (70 %) | 133,33 x 70 % | 93,33 Euro/Tag |
| Sozialversicherung (ca. 11 %) | 93,33 x 11 % | 10,27 Euro/Tag |
| Krankengeld netto/Tag | 93,33 – 10,27 | 83,07 Euro/Tag |
| Krankengeld netto/Monat | 83,07 x 30 | 2.491,93 Euro |
Das Krankengeld unterliegt keiner Einkommensteuer, aber dem Progressionsvorbehalt: Es erhoehte den Steuersatz auf dein uebrigens Einkommen im selben Jahr.
Krankengeld und Sozialversicherung
Auf das Krankengeld fallen Beitraege zur Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung an – aber keine Krankenversicherungsbeitraege. Diese Beitraege werden haelftig zwischen dem Versicherten und der Krankenkasse aufgeteilt. Der Anteil betraegt zusammen rund 10,9 Prozent (2026).

| Versicherungszweig | Gesamtbeitrag | Arbeitnehmer | Krankenkasse traegt |
|---|---|---|---|
| Rentenversicherung | 18,6 % | 9,3 % | 9,3 % |
| Pflegeversicherung (mit Kind) | 3,4 % | 1,7 % | 1,7 % |
| Arbeitslosenversicherung | 2,6 % | 1,3 % | 1,3 % |
| Krankenversicherung | 0 % | 0 % | 0 % |
| Gesamt | 24,6 % | 12,3 % | 12,3 % |
Maximale Bezugsdauer: 78 Wochen
Das Krankengeld wird fuer maximal 78 Wochen (546 Tage) je Erkrankung innerhalb eines Dreijahreszeitraums gezahlt. Das bedeutet: Erkrankst du wegen derselben Krankheit erneut, zaehlen die frueheren Bezugszeiten mit. Nach dem Ende der 78-Wochen-Frist hast du keinen Anspruch mehr auf Krankengeld – auch wenn du weiterhin arbeitsunfaehig bist. Dann kommen in der Regel Erwerbsminderungsrente oder Buergergeld in Betracht.
Haeufige Fragen zum Krankengeld-Rechner
Wie lange wird Krankengeld gezahlt?
Krankengeld wird maximal 78 Wochen pro Erkrankung innerhalb eines rollierenden Dreijahreszeitraums gezahlt. Der Dreijahreszeitraum beginnt mit dem ersten Tag der Arbeitsunfaehigkeit. Erkrankst du nach einem Jahr an derselben Krankheit erneut, werden die frueheren Zeiten angerechnet. Bei einer neuen, anderen Erkrankung beginnt die 78-Wochen-Frist neu.
Zahlt die Krankenkasse oder der Arbeitgeber?
In den ersten sechs Wochen (42 Tage) zahlt der Arbeitgeber die volle Lohnfortzahlung. Ab dem 43. Tag zahlt die gesetzliche Krankenversicherung das Krankengeld. Der Arbeitgeber ist in dieser Phase nicht mehr zahlungspflichtig. Ausnahme: Bei einem neuen Arbeitgeber oder waehrend der Probezeit kann die Lohnfortzahlungspflicht kuerzer sein.
Muss ich Krankengeld versteuern?
Krankengeld ist steuerfrei. Es unterliegt jedoch dem Progressionsvorbehalt gemaess Paragraf 32b EStG. Das bedeutet: Das Krankengeld erhoehte deinen persoenlichen Steuersatz, der auf dein uebrigens zu versteuerndes Einkommen (z.B. Lohnfortzahlung in den ersten sechs Wochen) angewendet wird. In der Jahressteuererklarung musst du das Krankengeld angeben.
Was passiert mit meiner Rente waehrend des Krankengeldberugs?
Waehrend des Krankengeldberugs werden weiterhin Beitraege zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt – haelftig vom Versicherten und haelftig von der Krankenkasse. Das bedeutet: Der Rentenanspruch laeuft waehrend des Krankengeldberugs weiter auf. Die Entgeltpunkte werden auf Basis des Krankengeldes berechnet, nicht des vollen Gehalts.
Wie hoch ist das Krankengeld beim Bezug von Kurzarbeitergeld?
Erkrankst du waehrend Kurzarbeit, wird das Krankengeld auf Basis des tatsaechlich erzielten (reduzierten) Entgelts berechnet, nicht des vollen Gehalts vor der Kurzarbeit. Kurzarbeitergeld gilt nicht als Arbeitsentgelt. Das kann zu einem deutlich niedrigeren Krankengeld fuehren als beim normalen Vollzeitarbeitsverhaeltnis.